Bei der Geldanlage wird wieder aufs Verdienen geschaut

2. Mai 2005, 11:25
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"Doppelstrategie" im Anlagedenken der Österreicher: Sowohl Aktien als auch der Bausparvertrag legen an Beliebtheit zu - Mit Infografik

Linz - Die Österreicher haben bei der Geldanlage zunehmend wieder das Verdienen im Auge. Spekulative Anlagen wie Aktien befinden sich im Aufwind. Gleichzeitig weisen der krisensichere Bausparvertrag und das gute alte Sparbuch nach wie vor Höchstwerte auf. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra" hervor, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht wurden. Es zeichne sich eine "Doppelstrategie" im Anlagedenken ab.

"Bausparer" so beliebt wie noch nie

"Spectra" führte im März persönliche Interviews mit 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen durch. 61 Prozent der Befragten nannten den Bausparvertrag als beste Anlageform in nächster Zeit, der damit ein Allzeithoch erreichte. Auf den Plätzen folgten das Sparbuch (41 Prozent) und die Lebensversicherung (38 Prozent).

Auch die Aktien setzen ihren Aufwärtstrend fort. Nach dem "absoluten Tief" im Jahr 2003 mit zehn Prozent Nennungen konnten sie wieder beträchtlich an Vertrauen gewinnen (15 Prozent), so "Spectra". In dieses Bild passe auch die allgemeine Entwicklung, dass die Geldanlage wieder zunehmend unter dem Aspekt des Verdienens und nicht nur sicherheitsorientiert gesehen werde. Bausparer und Sparbuch seien dabei als "Absicherung" anzusehen, erklärte das Institut.

Längerfristige Wertanlagen verlieren an Beliebtheit

Eine interessante Entwicklung hätten im vergangenen halben Jahr längerfristige Wertanlagen wie Immobilien, Häuser und Wohnungen, aber auch Lebensversicherungen genommen: Sie haben allesamt an Attraktivität eingebüßt. "Spectra" sieht dies gleichsam als Bestätigung der schon mehrjährigen Tendenz, beim Anlegen immer weniger an längerfristige Wertanlagen zu denken. (APA)

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