Sony will TV-Markt mit LCOS-Fernsehern zurückerobern

23. April 2005, 18:31
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Konkurrenten sind skeptisch aber aufmerksam

Zum Ende des Jahres will Sony mit einer neuen Serie von LCOS-Fernsehern (Liquid-Crystal-on-Silicon) aufwarten. Analysten zu Folge sollen diese Geräte Flachbildschirmfernsehern bezüglich der Auflösung und Bildqualität in nichts nachstehen und außerdem wesentlich günstiger in der Herstellung sein. Dies meldet das Wall Street Journal (WSJ) in seiner Online-Ausgabe. Anhaltende Produktionsprobleme bei Sony haben bisher allerdings dafür gesorgt, dass die Herstellung zurzeit noch sehr aufwändig und kostspielig ist.

Komplex

Die Herstellung der Chips soll so kompliziert sein, dass Intel und Philips, die sich ebenfalls im LCOS-Bereich engagieren wollten, die Herstellung bereits wieder aufgegeben haben. Dennoch beobachten die Unternehmen den Konkurrenten Sony derzeit aufmerksam. Für Sony steht auch eine Menge auf dem Spiel. Der Erfinder des Walkman kämpft mit einem Image-Problem, da er seit Jahren mit keiner innovativen Idee auf den Markt gekommen ist, befindet das WSJ. Die neuen Fernseher könnten ihm wieder auf die Beine helfen. Andere Konkurrenten glauben im Übrigen nicht daran, dass die Produktionsprobleme in der nächsten Zeit behoben werden können.

Skepsis

Analysten sehen auch eher skeptisch in Sonys Zukunft, da der Markt für Fernseher derzeit schon durch das hohe Aufkommen von Plasma- und Flachbildschirmgeräten ausreichend abgedeckt ist. "Die riesige Auswahl auf dem Markt hat zu einem Preiskrieg geführt", sagte Riddhi Patel, Analyst von iSuppli. "Ich sehe keinen Grund, wieso jemand einen teuren LCOS-Fernseher kaufen sollte wenn dieser nicht über einen entscheidenden Vorsprung vor anderen Geräten verfügt." (pte)

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