Textilimporte: Linz-Textil-Geschäftsführer ruft EU zu Handeln auf

2. Mai 2005, 12:05
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Auswirkungen von Importen aus China "dramatisch" - Einfuhren bei Hosen und Pullovern verachtfacht

Wien - Der Geschäftsführer des heimischen Textilunternehmens "Linz Textil", Helmut Griessmayer, hat die Auswirkungen der Liberalisierung von Textilimporten aus China in die EU als "dramatisch" bezeichnet. In einem in der Nacht auf Freitag ausgestrahlten Gespräch mit der "ZiB3" wies Griessmayer darauf hin, dass die Importe von Hosen und Pullovern seit Anfang Jänner "um 800 Prozent" gestiegen seien. Damals hatte die EU die Einfuhrbeschränkungen für Textilien aus China aufgehoben.

Ohne eine neuerliche Importbeschränkung in Form von Quoten werde diese Entwicklung wahrscheinlich nicht in den Griff zu bekommen sein, forderte Griessmayer die EU-Kommission zum Handeln auf. Er wies darauf hin, dass die USA schon "in den nächsten Monaten" einen entsprechenden Schritt setzen würden.

Nicht gelten ließ Griessmayer das Argument, dass der Import billiger Kleidungsstücke aus China gut für die Konsumenten sei. In der Produktion sei der Durchschnittspreis für Hosen in China lediglich um einen US-Dollar niedriger. "Diesen Dollar kann man bei uns im Laden nicht sehen." (APA)

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