Zehn Jugendliche zwischen 16 und 20 erschossen

9. Mai 2005, 16:17
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Leichen in Hafenstadt Buenaventura ins Meer geworfen - Stadt wird von ultrarechten Paramilitärs kontrolliert

Bogota - Unbekannte haben in der kolumbianischen Hafenstadt Buenaventura zehn junge Leute erschossen. Die Leichen wurden von Fischern aus dem Pazifik geborgen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Täter hätten ihre Opfer im Alter zwischen 16 und 20 Jahren am vergangenen Montag mit dem Versprechen in einen Bus gelockt, sie würden zum Fußballspielen gefahren, sagte ein Polizeisprecher.

Buenaventura wird von ultrarechten Paramilitärs beherrscht. Seit Jahresbeginn starben dort mindestens 42 Zivilisten bei insgesamt vier Massakern. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine der so genannten sozialen Säuberungen durch rechtsextreme Paramilitärs handelt. Dabei bringen die Todesschwadronen jeden um, den sie auch nur leichter Vergehen wie etwa Diebstahl verdächtigen. Seit Jahresbeginn starben in Kolumbien nach einem Bericht des Fernsehsenders RCN landesweit mindestens 100 Zivilisten bei Massakern. Die Taten werden fast nie aufgeklärt. (APA/dpa)

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    Kreuze für die Ermordeten in Buenaventura

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