Bank Austria schafft sich Kapitalrahmen von gut 534 Millionen Euro

2. Mai 2005, 11:25
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Antrag wird in der Hauptversammlung am 19. Mai gestellt - Sprecher: "Vorratsbeschluss", Kapitalerhöhung derzeit kein Thema

Wien - Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Tochter der deutschen HypoVereinsbank, schafft sich vorsorglich einen Kapitalrahmen von 534,5 Mio. Euro für allfällige Kapitalerhöhungen. Beschlossen werden soll dies am 19. Mai in der ordentlichen Hauptversammlung der börsenotierten Wiener Großbank, wie aus der HV-Einladung hervorgeht.

Der BA-CA-Vorstand hätte künftig dann die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren - allenfalls in Tranchen - bis zu 73,515.870 Aktien neu auszugeben und damit frisches Geld in die Bank zu holen. Zum heutigen Börsekurs von 74,29 Euro wären das - bei voller Ausnützung des "Genehmigten Kapitals" - bis zu 5,5 Mrd. Euro.

"Vorratsbeschluss"

Zurzeit sind insgesamt 147,031.740 BA-CA-Aktien in Umlauf. Der geplante Kapitalrahmen entspricht genau der Hälfte des bestehenden Grundkapitals von 1,069 Mrd. Euro. "Hier geht es um einen Vorratsbeschluss. Das ist ein Standard-Procedere ohne konkreten Hintergrund", sagte ein Banksprecher Donnerstagnachmittag zur APA. Eine Kapitalerhöhung sei derzeit nicht aktuell.

Im Zuge ihrer letzten Kapitalerhöhung im Sommer 2003, die knapp eine Milliarde Euro in die Kassen spülte, war die Bank Austria von ihrer bayerischen Mutter HypoVereinsbank (HVB) an die Börse gebracht worden. An der BA-CA hält die HVB 77,53 Prozent, 22,47 Prozent sind in Streubesitz. (APA)

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