Neuer Top-Designer für H&M möglich

2. Mai 2005, 11:33
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Nach Lagerfeld wird über eine weitere Designer-Kollektion nachgedacht - Österreich-Geschäftsführerin Oszwald: "Es gibt Gespräche"

New York - Die Chancen, dass nach Karl Lagerfeld im vergangenen Jahr neuerlich ein Top-Designer für den schwedischen Modekonzern Hennes & Mauritz eine limitierte Kollektion entwirft, stehen gut. "Es gibt Gespräche", sagte die Geschäftsführerin von H&M-Österreich, Claudia Oszwald, in New York, wo das Unternehmen am Mittwochabend seine Kollektion für den kommenden Herbst und Winter präsentierte. Man wisse aber noch nicht, wer es sein werde. Auch Chefdesignerin Margareta van den Bosch gab sich bedeckt und sprach von einem "Geheimnis".

Die Lagerfeld-Kollektion für H&M sei ein Erfolg auf der ganzen Linie gewesen, sagte Oszwald. Sie habe dem Unternehmen sehr geholfen, sowohl umsatz- als auch imagemäßig.

Erstes Quartal 2005 ist abgeschlossen

"Wir waren zufrieden, obwohl wir mit dem extrem kalten Februar zu kämpfen hatten", sagte Oszwald. Derzeit halte sich der Marktanteil bei 14,9 Prozent. Auch das Preisniveau habe sich in den vergangenen Jahren nicht geändert. 2004 gestaltete sich laut Oszwald als ein etwas "zähes" Jahr. Man habe zwar den Umsatz steigern können, Probleme bereiteten jedoch der zu kalte Mai und der zu warme Oktober.

Das vergangene Jahr war nicht nur von der Lagerfeld-Kollektion geprägt, auch die Eröffnung einer Filiale im Braun & Co-Haus am Wiener Graben machte Furore. Dabei sei der Einzug in das renommierte Gebäude Zufall gewesen, erklärte Oszwald. Bei der Suche nach einem neuen Platz stand eine Top-Location im Vordergrund. Es sei auch viel Glück dabei gewesen, dass es Braun & Co wurde. In mehreren Ländern wie etwa in Deutschland hätte H&M bereits Erfahrungen mit denkmalgeschützten Häusern gemacht. Oszwalds Appell: "Vertraut uns! Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit so einem Juwel umgehen dürfen."

Besonders von den Kunden werde es gerne gesehen, dass "Billig-Geschäfte" in die Wiener City ziehen. "Da brauchen wir uns überhaupt nicht genieren. Wir versuchen, die Ware image-entsprechend zu präsentieren", sagte Oszwald. Dafür wird laut der Geschäftsführerin viel Energie aufgewendet. Die Geschäftsidee, Qualitätsmode zu guten Preisen zu verkaufen, sei aufgegangen.

Länger Shoppen in der Wiener Innenstadt?

Oszwald kann sich für die Wiener Innenstadt durchaus längere Ladenöffnungszeiten vorstellen. Sie fordert jedoch eine überschaubare Lösung für die Kunden. "Viele wissen nicht, dass es längere Öffnungszeiten gibt und wann die sind." Doch dabei müsste bei den Betreibern der Innenstadtgeschäfte Einigkeit herrschen. (APA)

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H&M

  • H&M denkt nach Lagerfeld über einen neuen Top-Designer für eine Kollektion nach
    foto: online/derstandard.at/stefan prager

    H&M denkt nach Lagerfeld über einen neuen Top-Designer für eine Kollektion nach

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