Wie es im Popcorn zu Blindgängern kommt

23. April 2005, 20:00
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Geheimnis um Maiskörner, die in der Mikrowelle "poppen" - oder eben nicht -, ist gelüftet

West Lafayette, Indiana - Popcorn-Liebhaber müssen zukünftig nicht mehr frustriert über die große Anzahl von Blindgängern in ihrem Mikrowellen-Popcorn sein, denn das Geheimnis warum manche Maiskörner "poppen" und andere nicht, wurde nun von den Forschern der Purdue University enthüllt. Auschlaggebend für eine erfolgreiche Mini-Explosion ist die Struktur und Stabilität der Kernwand. Wenn sie sehr stark ist und viel Feuchtigkeit einschließt kommt es zum "Pop". Die Ergebnisse der Studie wurden Online auf der Homepage der American Chemical Society unter publiziert.

Die Forscher testeten 14 Maissorten auf ihre Pop-Fähigkeit und konnten dabei feststellen, dass der Prozentsatz von ungepoppten Kernen bei den verschiedenen Sorten zwischen vier und 45 Prozent lag. "Jene Sorten, die einen hohen Prozentsatz an Maiskörnern haben, aus denen Feuchtigkeit zu schnell austreten kann, haben die niedrigste Pop-Rate", erklärte Studienleiter Bruce R. Hamaker. Ideal zum Poppen sind Kerne, die beim Erhitzen den Zellkern so lange einschließen bis der Druck zu groß wird und die Hülle explodiert. "Die Körner müssen sozusagen möglichst wasserfest sein. Denn wenn die Feuchtigkeit beim Erhitzen zu schnell austreten kann, bricht die Hülle nicht und es kommt zu keiner Explosion", resümierte Hamaker.

Für die Popcornproduzenten eröffnet sich durch die Ergebnisse der Studie die Möglichkeit gezielt jene Maissorten auszusuchen, welche die höchste Pop-Rate haben. Darüber hinaus können nun gezielt Maissorten mit besonders starken Hüllen herangezüchtet werden. (pte)

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    Maiskörner werden zu Popcorn: Struktur und Stabilität der Kernwand sind für eine erfolgreiche Mini-Explosion ausschlaggebend.

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