Constantia Packaging hebt Dividende nach Rekordjahr kräftig an

2. Mai 2005, 11:25
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Gut 30 Prozent höhere Ausschüttung von 68 Cent je Aktie für 2004 - Heuer weiteres Umsatz- und Ergebnisplus erwartet

Wien - Die börsenotierte Constantia Packaging hat im vergangenen Jahr laut eigenen Angaben ihr bisher bestes Ergebnis in der Firmengeschichte erzielt. Nach endgültigen Zahlen konnte der Konzerngewinn nahezu verdoppelt werden. Für 2004 soll auf Vorschlag des Vorstands eine um gut 30 Prozent höhere Dividende von 68 (nach 52) Cent pro Aktie ausgeschüttet werden, kündigte das Unternehmen in den Unterlagen zur Bilanzpressekonferenz an. Für 2005 wird mit weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerungen gerechnet.

Ergebnis um 22,6 Prozent gestiegen

Im abgelaufenen Jahr gab es beim Umsatz zwar nur ein Mini-Plus von 0,3 Prozent auf 945 (2003: 942) Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte aber wesentlich stärker zu und zwar um 22,6 Prozent von 62 auf 76 Mio. Euro.

Der Vorsteuergewinn kletterte 2004 um 32,5 Prozent von 53 auf 70 Mio. Euro, das Konzernergebnis sogar um 86 Prozent von 20 auf 38 Mio. Euro. Den Gewinn je Aktie bezifferte Constantia-Packaging mit 2,25 (Vorjahr: 1,21) Euro. Im Konzern waren im vergangenen Jahr 5.200 Mitarbeiter beschäftigt.

Für 2005 Wachstum angepeilt

Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen Umsatz und Gewinn weiter erhöhen. "Das Jahr 2005 ist kein leichtes Jahr. Es ist ein bisschen Gegenwind zu spüren", sagte Vorstandschef Michael Götz bei der Bilanzpressekonferenz. Die andauernde Konsumschwäche in Deutschland belaste das Verpackungsgeschäft. Götz siedelt das heuer organisch erzielbare Umsatzwachstum zwischen 2 und 3 Prozent an.

Kapitalerhöhung bleibt in der Schublade

Sollten heuer noch Akquisitionen erfolgen, könnte der Verpackungshersteller 2005 die bereits im Vorjahr angepeilte Umsatzmilliarde überspringen. Grundsätzlich sehe man sich potenzielle Übernahmeziele laufend an, zur Zeit sei aber nichts konkret in Planung. "Wir kaufen nur, wenn es passt", unterstreicht Götz. Demnach bleibt die bereits vor Jahresfrist angedachte Kapitalerhöhung vorerst weiter in der Schublade. Zukäufe bis 100 Mio. Euro könne man aus dem Cashflow verdauen, bei höheren Beträgen sei die Ausgabe junger Aktien aber "ein möglicher Weg".

AMAG-Einstieg zu "gutem Preis" erfolgt

Der AMAG-Einstieg - die "strategische Beteiligung" soll der Sicherung der Rohstoffbasis für die Sparte Flexible Verpackungen dienen - sei zu einem "guten Preis" erfolgt, so Finanzvorstand Helmut Schwager. Dieser setzt sich aus dem Kaufpreis von 75 Mio. Euro plus einem Besserungsschein über 28 Mio. Euro zusammen. Schwager erwartet, dass auf Grund der zu erwarteten guten Ergebnisse die Nachzahlung Ende 2007 fällig wird. Denkbar sei auch die Übernahme der restlichen 15 Prozent, die sich noch in Besitz der holländischen Dachgesellschaft Constantia Packaging BV befinden, so Schwager weiter.

Gelassen sieht Schwager der von AMAG-Chef Klaus Hammerer angeregten Sonderprüfung des Constantia-Einstiegs entgegen. Hammerer stoße sich als Constantia-Aktionär - die AMAG ist im Gegenzug mit 12,8 Prozent am Verpackungshersteller beteiligt - am nach seiner Meinung zu hohen Kaufpreis.

Einstieg bei Akerlund & Rausing Kuban fixiert

In der Vorwoche wurde der Einstieg in den russischen Markt mit der Übernahme von 60 Prozent an Akerlund & Rausing Kuban von der skandinavischen Ahlström fixiert. Im Vorjahr erzielte A&R Kuban mit rund 220 Mitarbeitern einen Umsatz von umgerechnet rund 13 Mio. Euro. (APA)

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