US-Bischöfe verteidigen "Gottes Rottweiler"

13. Mai 2005, 11:36
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Benedikt XVI. sei ein "bescheidenes Genie"

Washington - Einige amerikanische Kardinäle haben den neugewählten Papst Benedikt XVI. gegenüber Kritik in US-Kirchenkreisen verteidigt. Die Menschen sollten sich den Heiligen Vater doch einfach anschauen, meinte der Kardinal von Washington, Theodore E. McCarrick, in einer Pressekonferenz im Vatikan laut einem Bericht in der "Washington Times" (Donnerstagsausgabe). "Fällt kein Urteil auf Grund der Berichte, die ihr in den Zeitungen lest", warnte McCarrick. Auch der Kardinal von Chicago, Francis George, lobte Benedikt als "bescheidenes Genie" und als "wahren Christen"

In US-Medien war nach der Papstwahl ausführlich über den Lebenslauf des zum Heiligen Vater gewählten Kardinal Joseph Ratzinger berichtet worden. Dabei wurde auch regelmäßig seine Mitgliedschaft in der Hitler-Jugend erwähnt, die zwar damals für deutsche Jugendliche verpflichtend gewesen sei aber der sich jemand mit einem starken Charakter doch hätte widersetzen können, wie einige Kommentatoren meinten.

In der "New York Times", der "Washington Post" und im US-Fernsehsender CNN wurde auch über den angeblichen Spitznamen für Kardinal Ratzinger berichtet, der als Präfekt der römischen Glaubenskongregation der oberste Hüter der katholischen Lehre war. Wegen seines strengen Vorgehens dabei soll Ratzinger in Kirchenkreisen als "Gottes Rottweiler" bezeichnet worden sein. (APA)

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