Fast 29 Prozent mehr Gewinn für RHI

2. Mai 2005, 11:25
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Rekordergebnis 2004 bestätigt -Konzern­umsatz gut fünf Prozent höher - Ergebnisausblick für 2005 "insgesamt positiv"

Wien - Das abgelaufene Geschäftsjahr 2004 hat dem börsenotierten Wiener Feuerfest- und Baustoffkonzern RHI das beste Ergebnis in der Firmengeschichte gebracht. RHI bestätigte am Donnerstag Früh die bisher genannten Zahlen.

Demnach konnte unter dem Strich ein Konzerngewinn von 99,7 Mio. Euro verbucht werden, gegenüber dem Vorjahr (2003: 77,5 Mio. Euro) entspricht das einem Plus von 28,6 Prozent. Damit hat RHI auch im dritten Jahr - nach der akuten Krise durch das US-Asbestdebakel 2001 - positiv gewirtschaftet.

Ausblick für 2005 "insgesamt positiv"

Zum Ergebnisausblick für 2005 hieß es in einer Unternehmensmitteilung, er sei "insgesamt positiv, sofern nicht konjunktur- oder währungsbedingt unerwartete Belastungen auftreten".

Auch im laufenden Jahr will RHI die Ziele der Kapitalrestrukturierung erfüllen und durch gezielte Investitionen Impulse für die Weiterentwicklung des Konzerns setzen.

Trotz des Rekordgewinns gehen die Aktionäre für 2004 leer aus. An die Ausschüttung einer Dividende ist nach früheren Aussagen von RHI-Chef Helmut Draxler bis zum Auslaufen des Mezzaninkapitals Ende 2006 - von den Gläubigerbanken waren 400 Mio. Euro für fünf Jahre zins- und tilgungsfrei gestellt worden - nicht gedacht. "Denkbar" sei eine Dividende wohl erst wieder ab 2007, hatte Draxler Mitte März erklärt.

Umsatz um 5,2 gesteigert

Den Konzernumsatz steigerte RHI 2004 nach endgültigen Zahlen um 5,2 Prozent von 1,233 auf 1,297 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel mit 135,6 (nach 122,0) Mio. Euro um 11,1 Prozent höher aus. Der Gewinn vor Ertragsteuern stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,1 Prozent von 96,3 auf 106,0 Mio. Euro.

Beide RHI-Geschäftssparten - sowohl der Kernbereich Feuerfest als auch der Bereich Dämmstoffe (Heraklith) - konnten 2004 vor allem dank eines guten konjunkturellen Umfelds Umsatz und EBIT steigern. Per Jahresende beschäftigte der Konzern weltweit rund 8.000 Mitarbeiter (plus 2 Prozent).

An der Wiener Börse schloss die RHI-Aktie gestern mit 22,80 Euro praktisch unverändert zum Vortag. Größte Einzelaktionäre bei RHI sind August Francois von Finck (Schweiz) mit knapp 10 Prozent und Wilhelm Winterstein (Deutschland) mit etwas über 5 Prozent. Der Streubesitz beträgt 85 Prozent. (APA)

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    Trotz Rekordergebnis will RHI-Chef Helmut Draxler frühestens 2007 eine Dividende auszahlen.

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