Die AUA fliegt voll auf China

2. Mai 2005, 12:38
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Die Austria Airlines wollen ab dem Jahr 2006 täglich nach Peking und Schanghai fliegen, eine dritte Destination ist geplant

Die Austrian Airlines (AUA) will ihren Flugverkehr nach China und Asien ausbauen. Das Passagieraufkommen auf den Fernoststrecken hat sich stark erhöht. Mit dem Sommerflugplan 2006 sollen die bisher wöchentlich elf Flüge nach Peking und Schanghai auf 14 Flüge erhöht werden, kündigte AUA-Marketingvorstand Josef Burger zum zehnjährigen AUA-Jubiläum in Peking an. Beide Destinationen könnten dann von Wien aus täglich angeflogen werden.

Mitte nächsten Jahres sollen Flüge auch zu einer dritten Station in China führen. Zur Debatte stünden die Millionen-Metropolen Kanton, Chongqing oder Chengdu, sagte AUA-Chinachef Wolfgang Gotsmy.

200.000 Chinapassagiere für 2005

Zehn Jahre nach ihrem Start in China, bei dem die AUA 1995 mit zwei Flügen pro Woche knapp 23.000 Personen beförderte, hat sich die Zahl ihrer Chinapassagiere verzehnfacht. Der Flugverkehr "stieg 2004 um 47 Prozent. Wir rechnen nun für dieses Jahr mit mehr als 200.000 Reisenden," meinte Burger.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sagte beim AUA-Jubiläum, er hoffe 2006 den Eine-Millionsten-Fluggast aus China in Österreich begrüßen zu können. Die AUA verdankt die Hälfte ihres Zuwachses im Passagierverkehr touristischen Gruppenreisen, die seit letztem Jahr nach Europa erlaubt wurden.

Pekings Regierung hat dazu mit 64 Ländern (30 in Europa) so genannte ADS-Einreiseabkommen abgeschlossen, die für chinesische Touristengruppen die Visaverfahren vereinfachen.

28,8 Millionen Chinesen auf Reisen

"Immer mehr Chinesen wollen auf Auslandsreise gehen. Bis Ende 2005 werden wir mit insgesamt 100 Ländern einen solchen ADS-Status vereinbart haben", verkündete Vizedirektor Gu Zhaoxi von der Nationalen Tourismus-Verwaltung (CNTA) in Macao. 28,8 Millionen Chinesen reisten nach CNTA-Zahlen 2004 ins Ausland, die meisten als Gruppenreisende.

Der Welttourismus-Verband geht bis 2010 von bis zu 100 Millionen aus. Zwölf bis 15 Prozent der reiselustigen Chinesen würde es nach Europa ziehen. Burger rechnet bis 2010 mit 700.000 bis 800.000 Urlaubsreisenden aus China. Ein großer Teil davon, so hofft er, wird dann mit AUA fliegen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.04.2005)

Johnny Erling aus Peking

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    Kanzler Wolfgang Schüssel beim Abschreiten der Ehrengarde mit dem chinesischen Premier Wen Jiabao. Der Besuch soll die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen stärken.

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