Fink: Rock trifft Country und meidet Klischees

27. April 2005, 21:21
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Wien-Konzert der Hamburger Band anlässlich ihres neuen Albums "Bam bam bam"

Wirft man Fink-Sänger Nils Koppruch das Schlagwort "Country" hin, kann man sich vermutlich auf eine lange Rede über Klischees und deren Vermeidung gefasst machen.

Tatsächlich hat die Musik - und erst recht die Texte - der Hamburger Band nichts, aber auch gar nichts, mit dem zu tun, was bloß die US-amerikanische Variante von Musikantenstadl-Klängen wäre - und erst recht nicht mit dem, was deutsche Epigonen an unreflektierten und unfreiwillig komischen Stereotypen von Highway-Fahrten und Nashville Ladies übernommen haben (diesbezüglich kommen Fans der Camp-Kultur speziell im Norddeutschen Rundfunk auf ihre Kosten ...)

Dafür haben Fink den Geist erfasst, aus dem das, was heute Country ist, ursprünglich entstand: Sie machen Folk Music, mit allem möglichem, was da so in den Nuller Jahren mit einfließen kann: (Kraut-)Rock, Pop, Soul und Elektronik. Und all das verschmilzt zu einem homogenen Ganzen, das wummernd dahingroovt - live ein Stück rockiger als auf Konserve. Element of Crime ohne Meer, gewissermaßen.
(Josefson)

Fink live in der Szene Wien: Sonntag, 24. 4., ab 20 Uhr.

Fink.de
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    foto: anja lubitz
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