Weder gesund, noch krank=Grantgarant

18. Oktober 2005, 13:50
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Zum Kranksein zu gesund und zum Gesundsein zu krank, dieser Zustand macht grantig, weiß grrost

Seit Montag laboriere ich an einem Zustand, der schwer einzuordnen, nur nervend ist. Begonnen hat alles mit einer riesigen Fieberblase, dazu kamen dann noch Kopfschmerzen, Gelenksschmerzen und eine verstopfte Nase. Schon nach wenigen Stunden verließ ich wieder das Büro, weil ich sicher war auch Fieber zu haben. Doch das Thermometer belehrte mich eines Besseren, alles in Ordnung. – Das kann doch nicht sein, doch auch bei der nächsten Messung, hat sich daran nichts geändert.

Na gut, vielleicht kann ich der Erkrankung ja noch ein Schnippchen schlagen, indem ich sie mit allen Mitteln bekämpfe, - Vitamine und Medikamente einnehmen, warmen Tee trinken, nach einem Erkältungsbad früh zu Bett gehen, - und morgen sieht die Welt dann sicher wieder besser aus. Falsch gedacht, seit drei Tagen mache ich nichts anderes, aber eine Besserung ist nicht erkennbar.

Während alle anderen ihren aufkeimenden Frühlingsgefühlen freien Lauf lassen können, bin ich eingesperrt in meiner Wohnung. Also liege ich herum, mal im Bett, mal auf der Couch vor dem Fernsehapparat, aber nichts entspricht meiner Verfassung. Schlafen kann ich nicht, dafür bin ich offensichtlich zu gesund, lesen geht nicht, denn schon nach wenigen Zeilen beginnen meine Augen zu brennen, dasselbe gilt fürs Fernsehen oder fürs Arbeiten am Computer. Selbst ein leckeres Essen hebt meine Laune nicht, da auch mein Geschmackssinn angeschlagen ist. Gelangweilt, ungeduldig und grantig warte ich also, dass auch dieser Tag zu Ende geht, denn morgen geht es mir sicher besser. Muss ja, das kann ja nicht ewig so weiter gehen. (grrost)

Eine Grantkolumne
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    foto: der standard/matthias cremer
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