One bringt "ABS" für mehr Kostenkontrolle am Handy

18. Mai 2005, 19:04
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KundInnen sollen mit dem "Anti-Belastungs-Service" keine unliebsamen Überraschungen bei der Rechnung erleben können

Der drittgrößte Mobilfunkbetreiber One hat am Mittwoch eine erste Reaktion auf seine groß angelegte Kundenservice-Offensive präsentiert. Mit dem so genannten "Anti-Belastungs-Service (ABS)" für KundInnen soll eine umfangreiche Kostenkontrolle möglich sein.

15.000 Befragte

Im Rahmen der groß angelegten Service-Offensive gaben rund 15.000 Mobilfunkkunden bei One ihre Wünsche und Bedürfnisse im Rahmen einer on- wie auch offline Befragung bekannt. Für viele Kunden ist eine umfassende und einfache Kostenkontrolle ein wichtiger Punkt. Daher startete One nun sein "Anti-Belastungs-Service". Mit ABS können sich KundInnen via SMS informieren lassen, wenn die Handyrechnung einen selbstbestimmten Betrag überschreitet. Auch der One-Webseite lassen sich gegen eine monatliche Grundgebühr von einem Euro verschiedene Grenzwerte eingeben.

Alarmwert

Neben einem Alarmwert wird auch ein Sperrwert definiert - der dann um 5 bis 10 Euro über dem Alarmwert liegt. Erreichen die KundInnen nun den selbstdefinierten Alarmwert versendet One eine SMS mit dem Hinweis dass die Grenze bald erreicht ist und die derzeitigen Kosten so-und-so-viel betragen. KundInnen können nun entweder über die Serviceline oder das Internet ihr Limit erhöhen oder das Handy wird für alle aktiven Dienste gesperrt - Notrufnummern, Gratis-Hotlines und passive Dienste, also SMS- und Anruf-Empfang bleiben verfügbar.

Elternservice

Jedes Monat wird dann der Kostenzähler unentgeltlich wieder auf Null gesetzt und es kann wieder bis zum Sperrwert telefoniert werden. Die Grenzwerte lassen beliebig ändern. Auch soll, so der Provider, nicht mitten in einem Telefonat das Handy gesperrt werden. auf der Webseite kann auch eine weitere Nummer an die die Warn-SMS verschickt werden angegeben werden. So sollen Eltern dieses Service auch für das Handy ihrer Kinder nutzen, indem sie sich die Nachricht auf das elterliche Mobiltelefon schicken lassen. Beim Provider sieht man so die Möglichkeit ein Vertragshandy mit günstigeren Gesprächgebühren für seine Kinder anstelle eines Prepaid-Handys einzusetzen und dennoch eine Kostenkontrolle zu behalten.

Ausfall

Bei One sieht man den neuen Dienst als eine Möglichkeit der "Schuldenfalle Handy" zu entgehen. Wer seine Kosten im Überblick hat, wird auch mehr Telefonieren, meint man bei One. KundInnen können also beruhigt bis zu ihrem Alarmwert das Handy nutzen und müssen keine Überraschungen bei ihrer Rechnung befürchten. Das Service beinhaltet sämtliche Anrufkosten allerdings kein Mobile-Payment. Rund 1,5 Prozent aller One-Rechnungen werden nicht bezahlt, womit man im internationalen Vergleich sehr gut liege, betonte One-Chef Jorgen Bang-Jensen.

"Yesss!"

Wie das Geschäft bei der neuen One-Tocher "Yesss!" läuft, wollte Bang-Jensen nicht verraten. Nur soviel: Man sei zuversichtlich, das Ziel von 45.000 bis 50.000 Kunden bis Jahresende zu erreichen.(red/APA)

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