Gesundheitszustand des neuen Papstes "nicht so gut"

13. Mai 2005, 11:37
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Ratzinger erlitt 1991 eine Hirnblutung - Chronische Beschwerden sind bei Benedikt XVI. aber nicht bekannt

Rom - Beim neuen Papst Benedikt XVI. sind keine chronische Gesundheitsbeschwerden bekannt. Allerdings war Joseph Ratzinger, der am Samstag 78 Jahre alt wurde, Berichten zufolge seit Anfang der 90er Jahre mindestens zwei Mal im Krankenhaus. Im September 1991 erlitt er eine Hirnblutung, die sein Sehvermögen auf dem linken Auge beeinträchtigte, wie der langjährige Vatikan-Journalist John Allen in seinem 2000 erschienenen Buch "Cardinal Ratzinger" berichtete. Es gibt allerdings keinen Hinweis, dass die Erkrankung bleibende Probleme verursachte.

Im August 1992 trug Ratzinger nach einem damaligen Bericht der italienischen Nachrichtenagentur ANSA eine Schnittverletzung am Kopf davon, als er bei einem Urlaubsaufenthalt in den italienischen Alpen im Bad ausrutschte.

"Isst und trinkt, was er will"

Thomas Frauenlob, der Leiter des Traunsteiner Priesterseminars St. Michael, in dem Ratzinger in den 40er Jahren studierte und das er immer noch jedes Jahr besucht, erklärte, er habe nie etwas von größeren Erkrankungen gehört. Der neue Papst scheine gesund, sagte Frauenlob, der Ratzinger zuletzt zu Neujahr gesehen hatte. "Er kommt und isst und trinkt, was er will."

Der amerikanische Geistliche und Vatikan-Experte Thomas Reese erklärte, er glaube, der Gesundheitszustand des neuen Papstes sei im vergangenen Jahr "nicht so gut" gewesen. Einzelheiten nannte er nicht. (APA/AP)

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