Ein erster Blick in Microsofts Longhorn-Fenster

3. Mai 2005, 10:22
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Mehr Sicherheit und weniger Abstürze verspricht Microsofts Betriebssystem in spe, vulgo Longhorn.

Wien/Redmond – Manchmal muss man mit Microsoft Geduld haben. Zum Beispiel, wenn es um das Betriebssystem Windows geht. In November darf dieses so etwas wie seinen 20. Geburtstag feiern, Windows 95 kommt auch schon ins bartfähige Alter und Windows XP hat ebenfalls bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel.

Stichwort Longhorn

Seit Oktober 2003 wissen wir, dass es eine weitere Entwicklung geben soll. Stichwort Longhorn. 2006, irgendwann, soll die Wartezeit darauf beendet sein.

Gemunkelt darüber wurde bereits viel, doch jetzt hat der weltgrößte Softwarehersteller Fachmedien wie IDG Newsservice und CNET einen kurzen Blick hinter die verschlossenen Longhorn-Türen werfen lassen. Eins ist bereits gewiss: "Das wird eine große Sache", sagt zumindest Jim Allchin, Group Vice President von Microsoft. Und es biete für jeden etwas.

Schutz und Sicherheit

Als da wären: mehr Sicherheit. So soll etwa der Internet Explorer in einer "geschützten Umgebung" laufen, so dass er den Rest des Systems nicht gefährden kann. Bei Verbindungen ins betriebliche Intranet ließen sich diese Schutzmechanismen abschalten. "Wir wollen das System so unverwundbar machen wie möglich", zitiert IDG Allchin. Ein neues Feature, eine Art sicherer Systemstart, soll Benutzer vor Datendiebstahl schützen.

Die Firewall

Änderungen werde es auch bei der Firewall geben. Diese werde sich nicht nur um eingehende Daten kümmern, sondern soll auch ausgehende Datenpakete überwachen und filtern können.

Auch die Zuverlässigkeit des Systems werde verbessert werden, betonte Allchin, sprich, die Anzahl der notwendigen Neustarts soll sich verringern.

Ähnlichkeiten mit Apple

Gezeigt wurde auch die verbesserte Suche nach Dateien auf dem Desktop. Sie weist den Berichten zufolge Ähnlichkeiten mit der Suchfunktion in Apples Betriebssystem Mac OS X 10.4 ("Tiger") auf. Wird in ein Suchfeld ein Begriff eingetippt, werden noch während der Eingabe die passenden Dateien angezeigt. Auch beim Design soll sich einiges ändern. So soll die gezeigte Oberfläche mit halbdurchsichtigen Fensterrahmen in ähnlicher Form ins Endprodukt einfließen. Die Icons sollen künftig einen Überblick über die dahinter liegende Datei bieten. (red/DER STANDARD, PRintausgabe vom 20.4.2005)

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