"Warnsignal" RH-Einkommensbericht

23. Mai 2005, 20:38
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SPÖ-Becher: Verluste treffen in erster Linie Frauen

Wien - Als "ernstes Warnsignal" bezeichnete SPÖ-Abgeordnete Ruth Becher den am Dienstag im Rechnungshof-Ausschuss diskutierten Einkommensbericht des RH für die Jahre 2002 und 2003. Das Bruttoeinkommen der unselbständig Erwerbstätigen sei im Vergleichszeitraum durchschnittlich um 1,2 Prozent gestiegen, was gemessen an der Inflationsrate einem Einkommensrückgang gleichkomme.

Besonders dramatisch sei die Situation für ArbeiterInnen und hier insbesondere für die Frauen. "Arbeiterinnen erlitten zwischen 2002 und 2003 durchschnittliche Einkommenseinbußen von 1,9 Prozent, wie der Rechnungshof feststellt", so Becher Dienstag in einer Aussendung. Die Probleme sind für die Abgeordnete hausgemacht: die von der Regierung bestimmten Rahmenbedingungen wie das Kinderbetreuungsgeld zeitigten besonders negative Auswirkungen für berufstätige Frauen.

Von einer Regierung, die pro Frau durchschnittlich weniger als einen Euro an Frauenförderung ausgibt, sei "nichts zu erwarten, was die Situation für Frauen verbessern könnte", so Becher. Nicht einmal die flexiblere Gestaltung des Kinderbetreuungsgeldes, etwa höheres Kindergeld bei kürzerer Dauer, sei für Ministerin Rauch-Kallat vorstellbar. (red)

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