Jara kommt: Trainerwechsel in Salzburg

28. April 2005, 15:32
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Manfred Linzmaier soll Verein vor dem Abstieg retten - Ab der neuen Saison übernimmt Jara - Beckenbauer: "Weichen für Zukunft gestellt"

Salzburg - Red Bull hat am Montagabend im Österreichischen Fußball erstmals die Muskeln spielen lassen. Beim Ex-Meister SV Wüstenrot Salzburg, wo Dietrich Mateschitz mit seiner Energydrink-Firma vor kurzem groß ins Geschäft eingestiegen ist, wurde der erwartete Trainerwechsel bekannt gegeben. Nikola Jurcevic wird ab sofort durch Manfred Linzmaier ersetzt, ab der neuen Saison übernimmt Kurt Jara als neuer Verantwortlicher.

Dazu wird Kurt Wiebach, der zur Zeit für Red Bull die Situation beim Tabellen-Neunten analysiert, in Zukunft die wirtschaftlichen Geschicke in Salzburg leiten.

Jara: "Red Bull ein idealer Partner"

Der ehemalige FC Tirol-Meistermacher Kurt Jara kehrt damit nach Stationen in der deutschen Bundesliga beim Hamburger SV und beim 1. FC Kaiserslautern nach Österreich zurück. "Hauptgrund für meine Rückkehr ist sicherlich, dass hier in Salzburg auf der Basis eines absolut guten Konzepts gearbeitet werden wird und mit Red Bull ein idealer Partner zur Verfügung steht, von der beratenden Tätigkeit eines Franz Beckenbauer ganz zu schweigen. Für mich ist das eine große Herausforderung", meinte der Erfolgscoach.

Der Tiroler, der in Salzburg einen Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnet hat, skizzierte seine Pläne und Ziele: "Vordringliches Ziel und meine primäre Verantwortung ist es, so schnell wie möglich eine österreichische Spitzenmannschaft zu formen. Unmittelbar gilt es jedoch den Ligaerhalt zu sichern. Daher wird ab sofort mein mich seit vielen Jahren begleitender Co-Trainer Manfred Linzmaier für die restliche Saison das Traineramt übernehmen."

Kurze Tätigkeit für Jurcevic

Linzmaier löst mit sofortiger Wirkung Nikola Jurcevic ab, der seinerseits erst am 3. April Peter Assion beerbt hatte. Nach dem Abschluss der laufenden Saison wird Linzmaier wieder als Co-Trainer tätig sein. In dieser Funktion unterstützte der 42-jährige ehemalige ÖFB-Teamspieler schon in den vergangenen Jahren Kurt Jara.

Zudem ist Kurt Wiebach in Zukunft ein "Schlüsselspieler" im Red Bull-Programm in Salzburg. Der 58-jährige Deutsche ist in der Mozartstadt ein guter Bekannter: Führte er doch u.a. den Traditionsverein SAK 1914 und die Salzburger Austria (welche in den 80er und 90er-Jahren noch als SV Casino Salzburg bezeichnet worden war) in die höchste Spielklasse.

Beckenbauer zufrieden

Auch "Berater" Franz Beckenbauer zeigte sich glücklich: "Mit dieser Lösung wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Das dringendste Ziel muss jetzt sein, alle Kräfte zu mobilisieren, um den Klassenerhalt zu schaffen."

Big Boss Dietrich Mateschitz stellte klar: "Mit Kurt Jara und seinem Team haben wir unsere Wunschkandidaten bekommen. Jetzt gilt es jedoch die Mannschaft im Abstiegskampf zu überzeugen und den Klassenerhalt zu sichern. Für die Spieler ist es eine Verpflichtung, um den Liga-Erhalt zu kämpfen, und eine Chance, sich für die Zukunft zu empfehlen." (APA)

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    Manfred Linzmaier soll die Mannschaft vor dem Abstieg bewahren.

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