"Per Anhalter" in galaktische Anarchie

18. April 2005, 19:17
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Douglas Adams-Adaption als "Star Wars"-Konkurrenz startet bereits am 29. April - Hier geht es eher wie bei Monty Python's zu

Ein Regisseur ohne Filmerfahrung, ein Autorenteam und Hauptdarsteller, die kaum wirkliche Starqualitäten in sich vereinigen, und die Frage, ob es nicht schon ausreichend Sciencefiction-Parodien gibt: Dies alles hindert gegenwärtig Branchenkenner nicht, einen möglichen Kinosuperhit anzukündigen, der nicht zuletzt als heitere Begleitmaßnahne zu Star Wars: Episode 3 sein Publikum finden könnte.

Per Anhalter durch die Galaxis (im Original: The Hitchhiker's Guide to the Galaxy) startet bereits am 29. April: Basierend auf der legendären Radio-, Buch- und TV-Serie von Douglas Adams erzählt der Film ebenfalls von Space-Cowboys, machtgeilen Imperatoren, befreundeten Robotern und unberechenbaren Außerirdischen - nur geht es hier, wie unzählige Fans wissen, eher wie bei Monty Python's zu. Gleich zu Beginn wird dem Helden Arthur Dent (Martin Freeman) das Haus abgerissen, weil eine Umgehungsstraße gebaut werden soll. Leider lautet aber das größere Problem: Die Erde soll auch "weggeräumt" werden, weil sie wiederum einer galaktischen Transferroute im Weg steht. Schwer zu klären ist weiters die Frage, warum die Antwort auf die Frage nach dem Ursprung und Sinn des Universums "42!" lautet.

Der Schriftsteller und Wissenschaftsjournalist Douglas Adams, 2001 verstorben, hat noch selbst an der Vorbereitung des Films mitgearbeitet: Hartnäckig weigerte er sich, seine Satire für eine Hollywood-Produktion adaptieren zu lassen. Ihm schwebte eher eine philosophische Komödie vor, ähnlich wie die Filme von Spike Jonze (Being John Malkovich) vor. Malkovich spielt im Film übrigens einen schrägen Sektenführer - das sind heitere Aussichten! (cp/DER STANDARD, Printausgabe, 19.04.2005)

  • Ein "Anhalter"-Antiheld: Marvin, Roboter, depressiv.
    foto: buena vista

    Ein "Anhalter"-Antiheld: Marvin, Roboter, depressiv.

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