Mozarteum-Streit: Bund bietet der Stadt Salzburg Vergleich an

19. April 2005, 17:05
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1,941 Millionen Euro für nicht erfolgte Zuschüsse - Bürgermeister Schaden will dem Stadtsenat empfehlen, das Angebot anzunehmen

Salzburg - Unverhoffte Millionen für die Stadt Salzburg: Nach jahrelangem Streit um die Zuschüsse an die Universität Mozarteum klagte die Stadt voriges Jahr die Republik. Jetzt bietet der Bund einen Vergleich an: 1,94 Millionen Euro, wie die "Kronen Zeitung" in ihrer Ausgabe am Sonntag berichtete.

Das Geld kann die Stadt für dringende Investitionen gut gebrauchen: Ganz exakt 1,941.006 Euro und 16 Cent bietet jetzt der Bund für einen Vergleich im jahrzehntelangen Streit um die Zuschüsse fürs Mozarteum.

Seit 1976 wurde um Geld gerungen: Bis dahin bezahlte die Stadt ein Sechstel des Verlustes der Hochschule. Dann stoppte die Stadt ihre Zahlungen. Der Bund klagte - und verlor den Prozess. Die Stadt forderte das Geld zurück, bekam aber keinen Schilling. "Im April letzten Jahres haben wir Klage eingebracht und 3,4 Mill. Euro plus Zinsen verlangt", sagte Bürgermeister Heinz Schaden (S). Mit Erfolg: Der Bund will nun den Vergleich und bietet 1,9 Millionen Euro.

Schaden will dem am Montag Stadtsenat empfehlen, "das Angebot anzunehmen. Dann ist jedes Prozessrisiko weg." Die Stadt hätte auf einen Schlag Mittel für Investitionen. Das finanziell gebeutelte Land, das ebenfalls einen Teil der Mozarteum-Verluste abdeckte, geht übrigens leer aus: Dort war man in den selben Lage wie die Stadt, die alte Landesregierung verzichtete aber auf eine Klage. (APA)

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    Unverhoffte Millionen für die Mozartstadt.

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