Microsoft verrät erste Details zu Windows Longhorn

24. April 2015, 14:55
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Mehr Sicherheit, bessere Suchfunktion – benötigt 512 MByte RAM und einen "aktuellen Prozessor"

Fünf Jahre nach dem Start von Windows XP dreht sich beim Softwaregiganten Microsofts alles um das neue Windows-Betriebssystem "Longhorn", das im Jahr 2006 auf den Markt kommen soll.

Bisher waren den Entwicklern aus Redmond nur wenige Informationen zu entlocken, bekannt wurde nur, dass einige Schlüsselkomponenten gestrichen wurden. So stellten Analysten bereits die provokante Frage, wer Longhorn eigentlich kaufen sollte und sahen die Hauptaufgabe von Microsoft in der Schaffung einer Nachfrage für "Longhorn".

Erste Details

Nun hat Jim Allchin, Vizepräsident von Microsofts Plattform-Gruppe, den Branchenmagazinen CNet und eWeek einige Details zum Windows der Zukunft verraten.

Demnach wird es die erste Beta-Version im Frühsommer gegeben, das fertige Produkt soll im kommenden Jahr in den USA in der „Ferienzeit“ in Versionen für 32- und 64-Bit-Systeme in den Läden stehen.

Sicherhheit

Das Thema Sicherheit wird bei Longhorn im Vordergrund stehen. Das Gefahrenpotential bei Angriffe soll dadurch vermindert werden, dass nur noch jene Nutzer im Administrator-Modus arbeiten, die diesen Status auch benötigen. Ähnlich soll auch beim Internet Explorer vorgegangen werden.

Firewall

Änderungen wird es auch bei der Firewall gegen. Diese wird sich nicht nur um eingehende Daten kümmern, sondern soll auch ausgehende Datenpakete überwachen und filtern können.

Das Sicherheitskonzept "Next-Generation Secure Computing Base" (NGSCB), früher unter dem Namen Palladium bekannt, wird in der nächsten Preview-Version auch schon enthalten sein.

Weniger Neustarts

Auch die Zuverlässigkeit des Systems wird verbessert werden, betont Jim Allchin. Dabei soll vor allem die Anzahl der notwendigen Neustarts verringert werden.

Suchfunktion

Longhorn wird eine deutlich erweiterte Suchfunktion enthalten, die Ähnlichkeiten mit der Suchfunktion in Apples Mac OS X 10.4 "Tiger" aufweist. Suchergebnisse werden in Zukunft als "virtueller Ordner" abgespeichert. Dieser virtuelle Ordner wird dann automatisch aktualisiert, wenn neue Dateien erstellt werden, die auf die Suchanfrage passen. Neuigkeiten gibt es auch beim Design: Die Icons werden einen Überblick über die Datei bieten, so wird bei einem Word-Dokument etwa die erste Seite zu sehen sein.

Laptop

Longhorn wird besonders für Laptop-Nutzer einige Erleichterungen bringen, so Microsoft. Die Arbeit in verschiedenen Netzwerken soll besser unterstützt werden. Mit Hilfe von externen Displays soll es ermöglicht werden, Informationen anzuzeigen beziehungsweise Funktionen auszuführen, ohne das ganze System zu booten. Aber auch das Zusammenspiel mit anderen Geräten wie etwa Projektoren soll vereinfacht werden und ohne zusätzliche „Klicks“ funktionieren.

512 MByte RAM

Beim Grafiksystem setzt man auf "Avalon". Die Darstellungsqualität der Oberfläche wird von der Leistung des Geräts abhängen, Microsoft empfiehlt 512 MByte RAM und einen "aktuellen Prozessor". Allchin zu folge haben aber neueste Tests gezeigt, dass man nicht so viele „Pferdestärken“ brauchen wird, wie zuerst gedacht. Neben dem aufwendigsten Grafikmodus Aero Glass wird es auch Aero und zusätzlich eine "abgespeckte" Version geben.

Bei Longhorn setzt Microsoft zudem bereits auf die volle Integration von IP Version 6, so Allchin. (red)

  • Microsoft verrät erste Details zu Windows Longhorn.
    bild: reuters/marcelo del pozo

    Microsoft verrät erste Details zu Windows Longhorn.

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