Kampf und Umbesetzung beim Salzburger Adventsingen

2. Mai 2005, 16:38
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Die Trennung vom Ensemble Tobias Reiter, das jahrelang das Adventsingen musikalisch begleitet hat, wurde heute bestätigt.

Der Streit um das Salzburger Adventsingen gipfelte nun in einer Trennung vom Ensemble Tobias Reiter. Das bestätigte heute der Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Ortner. Bei der heutigen Pressekonferenz stellte er sich hinter seinen Geschäftsführer Hans Köhl.

Um das traditionelle Adventsingen, welches nach den Salzburger Festspielen die größte Veranstaltung des Landes ist, gibt es schon lange Auseinandersetzungen. Nach dem Tod von Gründersohn und Leiter Tobi Reiser, übernahm Hans Köhl den Posten des Geschäftsführers des Heimatwerks, welches das Adventsingen veranstaltet. Von Anfang an erntete er Kritik vom musikalischen Leiter Josef Radauer, sowie von Musikern und Journalisten.

Köhl rechtfertigt seinen Kurs damit dass seine Gegner nur neidisch auf seinen Posten waren. Die Schuld am Zerwürfnis sei bei seinen Kritikern zu suchen. "Wir nehmen die Botschaft des Advent-Singens von Frieden und Eintracht ernst, ich habe immer wieder die Hand gereicht, aber jetzt habe ich keine Kraft mehr", so Köhl heute Vormittag.

Neubesetzung

Das Adventsingen 2005 wird erstmals von dem Ensemble Hans-Berger aus dem bayerischen Oberaudorf, gestaltet. Auf die Bühne im Großen Festspielhaus gebracht wird heuer die alte Tobi-Reiser-Inszenierung "Sonst bliebe es ein Traum" aus dem Jahr 1989, die 1995 wiederholt wurde. Für die Musik zeichnet auch diesmal Klemens Vereno verantwortlich, inszenieren wird Charly Rabanser. (apa/linu)

Dieser Beitrag wurde von Studierenden der Universität Salzburg in der Lehrredaktion Online Journalismus erstellt.

Nähere Informationen zum Salzburger Adventsingen
  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die Hirtenkinder im Rahmen des Salzburger Adventsingens 2004

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