Flughafen Wien will Bieterkonsortium für Airport Bratislava anführen

2. Mai 2005, 11:24
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Vorstand Domani bekundet "sehr starkes Interesse" und sucht starke lokale Partner - Gemeinsames Bieten mit AUA "unrealistisch"

St. Anton - Das Bieterkonsortium, mit dem sich der Flughafen Wien um den Zuschlag für den bisher staatlichen Flughafen Bratislava/Pressburg bemüht, steht noch nicht fest. Fix ist aber schon, dass der Flughafen Konsortialführer sein will, erklärte Flughafen-Vorstand Christian Domani am Freitag vor Journalisten. Die Ausschreibung für das Bieterverfahren (Tender) soll voraussichtlich im September erfolgen, die Privatisierung "hoffentlich noch heuer" über die Bühne gehen.

"Sehr starkes Interesse"

Domani begründet diese Absicht mit dem "sehr starken Interesse", das der Vienna Airport am Flughafen Bratislava habe. "Nirgends sonst sind zwei Hauptstädte und ihre Flughäfen so nah beieinander wie Wien und Bratislava", so Domani. Als Partner kämen Unternehmen in Frage, "die unsere Chancen erhöhen", am besten potente slowakische Partner.

Die genaue Zusammensetzung des Konsortiums werde von Details der Ausschreibungsunterlagen abhängen, die die slowakische Regierung voraussichtlich im September vorlegen soll. Laut Domani soll allerdings keine Baufirma "und sicher keine Fluglinie dabei sein". Ein gemeinsames Bieten mit der Austrian Airlines-Gruppe (AUA), die sich ebenfalls für den Flughafen Bratislava interessiert, schließt Domani als "unrealistisch" praktisch aus.

Der Wiener Flughafen sei auch an einer Beteiligung an den noch staatlichen Flughäfen Zagreb und Sofia interessiert, bestätigte Domani. Derzeit sei die Sache aber ins Stocken geraten. (APA)

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