Jus-Studentinnen auf Spitzenplatz

21. Dezember 2005, 12:13
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Beim Völkerrechtswettbewerb "Jessup Moot Court" konnte das österreichische Team als beste europäische Gruppe fast 600 Unis hinter sich lassen

Vor kurzer Zeit konnte das Wiener Juridicum schon einmal einen Erfolg seiner StudentInnen vermelden (derStandard.at/Uni berichtete). Dass die Wiener Jus-StudentInnen auch im internationalen Recht zur Spitze gehören, zeigt jetzt auch das Ergebnis des völkerrechtlichen "Jessup Moot Court".

Spitzenplätze

Ein Team von österreichischen Jus-Studentinnen der Universität Wien konnte bei der Veranstaltung in Washington, DC, mit einer Spitzenleistung aufwarten. Bei den Finalrunden erreichten Nadia Kalb, Brigitte Kofler, Mag. Anne-Kathrin Krömer und Mag. Julia Mair den Einzug ins Viertelfinale und damit den Sprung unter die besten acht Teams weltweit.

Die vier Studentinnen der Universität Wien haben sich damit eindeutig als das beste europäische Team positioniert und Teams von Eliteuniversitäten wie Harvard, Paris II oder Singapur hinter sich gelassen. Beim "Jessup Moot Court" haben in diesem Jahr über 600 Universitäten aus über 90 Staaten der Welt teilgenommen.

Zum hervorragenden Einzug ins Achtelfinale bei den mündlichen Finalrunden kommt noch ein Spitzenplatz bei der Bewertung der besten Schriftsätze: Hier erreichten die Teilnehmerinnen der Uni Wien den achten Platz in der Gesamtwertung.

Harte Arbeit

Die Universität Wien nimmt als einzige österreichische Universität seit 1990 alljährlich am "Moot Court" teil und hat sich dabei stets im Spitzenfeld behauptet. Hinter diesen Erfolgen steckt allerdings harte Arbeit: die diesjährigen Teilnehmerinnen waren seit Oktober 2004 mit der Vorbereitung auf den Wettbewerb beschäftigt und haben diesem Vorhaben fast ihre gesamte Zeit gewidmet.

Der "Jessup Moot Court" in Washington, DC besteht seit 1959. Bei dem Wettbewerb wird eine Auseinandersetzung vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag simuliert. Die teilnehmenden Studierenden stehen dabei vor der Aufgabe, für aktuelle völkerrechtliche Probleme stichhaltige juristische Argumentationen zu entwickeln, und zwar sowohl in Form von Schriftsätzen als auch in Form von mündlichen Vorträgen. Beim diesjährigen Wettbewerb ging es schwerpunktmäßig um Probleme wie die internationale Bekämpfung der Seepiraterie, die Verantwortung von Staaten für Nuklearkatastrophen sowie den Schutz der Meeresumwelt. (APA/az)

  • Auf dem Bild die erfolgreichen Teilnehmerinnen (von links nach rechts): Mag. Julia Mair, Mag. Anne-Kathrin Krömer, Brigitte Kofler, Nadia Kalb

    Auf dem Bild die erfolgreichen Teilnehmerinnen (von links nach rechts): Mag. Julia Mair, Mag. Anne-Kathrin Krömer, Brigitte Kofler, Nadia Kalb

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