Weblogs verbreiten Viren, Würmer und Trojaner

26. April 2005, 11:23
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Kreativität von Hackern kennt keine Grenzen

Hacker nutzen immer ausgefeiltere Methoden, um ihre Würmer und Trojaner über das Internet zu verteilen. Dies ergab eine Untersuchung des Internet-Sicherheitsunternehmens Websense. So stellt mittlerweile sogar der Besuch eines Weblogs eine realistische Gefahr für den User und seinen Computer dar. Websense konnte im Rahmen der Untersuchung mehrere Hundert Websites ermitteln, die mit Viren verseuchte Weblogs enthielten.

Vorgehensweise

Die Vorgehensweise der Täter dabei ist gut durchdacht. So wird zum Beispiel ein renommierter Weblog-Anbieter ausgesucht, bei dem dann ein Weblog angelegt und mit Spyware wie Keyloggern versetzt wird. Keylogger sind Programme, die sämtliche Tastaturanschläge des Users registrieren, speichern und an Dritte weiterleiten. Mittels einer Spamflut oder Instant Messages, in denen der Link zum betreffenden Blog enthalten ist, werden dann Nutzer auf die präparierte Site gelockt. In manchen Fällen wird das Weblog auch einfach als Speichermechanismus genutzt. Hier werden dann Programme von Trojanern, die sich der User bereits anderswo eingefangen hat, abgerufen und auf dem Computer des Nutzers installiert.

Sorge

Dan Hubbard, Geschäftsführer von Websense, zeigt sich besorgt über die Entwicklungen im Internet. "Diese Weblogs sind Teil eines äußerst vielschichtigen Angriffs auf den Internet-Nutzer", sagte er. "Die Kreativität der Hacker scheint grenzenlos." Weblogs sind für Hacker besonders attraktiv, da deren Provider den Usern zumeist kostenlos großen Speicherplatz zur Verfügung stellen. Eine weitere Authentifizierung des Bloggers wird so gut wie nie verlangt.(pte)

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Websense

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