EU erhöht bei einheitlichem Zahlungsverkehr Druck

2. Mai 2005, 12:45
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Kommission wird noch im Sommer über das weitere Vorgehen entscheiden

Frankfurt - EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy hat die europäischen Banken zu einer zügigeren Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs aufgefordert und gesetzliche Regelungen angedroht.

Wenn man sich bei der Umsetzung dieses Projekts nicht bald einigen könne, werde die Europäische Kommission über verbindliche Regelungen sicherstellen, dass es zu einer raschen Verwirklichung komme, sagte der auch für Dienstleistungsangelegenheiten zuständige McCreevy dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe).

Zu langsamer Aufbau

"Die Institute sind beim Aufbau zu langsam. Einen einheitlichen Zahlungsverkehrsraum in Europa zu realisieren ist ja wohl nicht so schwer, wie einen Mann auf den Mond zu schießen."

Die Kommission werde noch im Sommer über das weitere Vorgehen entscheiden, sagte McCreevy weiter. Mit einem Entwurf für eine EU-Vorgabe sei aber frühestens Anfang Herbst zu rechnen. "Im Prinzip ziehe ich Kooperation vor, aber wir können nicht ewig warten."

Die Europäische Zentralbank (EZB) und die EU dringen schon seit Beginn der Währungsunion darauf, dass beispielsweise Auslandsüberweisungen im Euro-Raum nicht mehr Kosten sollen als Inlandsüberweisungen. Auch fordern beide Institutionen für die Verbraucher einheitliche Dienstleistungsangebote im Geldverkehr. (APA/Reuters)

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