Gasteiner will weiter wachsen

2. Mai 2005, 11:31
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Relaunch bei "Elements" - Wasser-Tochter der Brau Union will mittelfristig Marktführer in der Gastronomie werden

Wien - Der zur Brau Union zählende Mineralwasserabfüller Gasteiner will weiter wachsen. Potenzial sieht Geschäftsführer Wolfgang Kubinger vor allem in der Gastronomie, wo "mittelfristig die Marktführerschaft" erreicht werden soll, und im Near Water-Bereich, also bei Mineralwässern angereichert mit natürlichen Geschmacks- und Wirkstoffen. Als Ziel habe man sich ein zweistelliges Wachstum im Absatz auf 45 Mio. Liter gesetzt, so Kubinger am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien. Gasteiner liegt nach offiziellen Verbandszahlen bei einem Marktanteil von 7 Prozent der inländischen Mineralwasseranbieter.

Der kühle und verregnete Sommer hat Gasteiner im abgelaufenen Jahr 2004 ein Absatzminus von rund 10 Prozent beschert. Insgesamt wurden über die Vertriebsschienen Lebensmittelhandel, Gastronomie und Convenience 41,2 Millionen Liter verkauft, 60 Prozent davon im Lebensmittelhandel. Mit den rückläufigen Absatzzahlen lag das Unternehmen laut eigenen Angaben im Trend des österreichischen Mineralwassermarkts, der 2004 um 10,1 Prozent nachgab. Gasteiner beschäftigte zuletzt 35 Mitarbeiter.

2005 ist gut angelaufen

In der Gastronomie habe man im Vorjahr 420 Neukunden gewinnen können. "Große Erfolge" habe es auch im ersten Quartal 2005 gegeben, freut sich Kubinger. Im Lebensmittelhandel soll heuer die Distribution durch eine Erweiterung des Sortiments und einer verstärkten Medienpräsenz weiter gesteigert werden. Im Export wolle sich Gasteiner auf die angrenzenden Länder konzentrieren, in Süddeutschland werde derzeit versucht, im Gastronomiebereich mögliches Potenzial zu heben.

Im Near Water-Segment habe die Einführung von Gasteiner "Elements" vor einem Jahr im Absatz alle Erwartungen weit übertroffen, so der Geschäftsführer. Daher habe man sich entschlossen, die Produktphilosophie basierend auf natürlichen Inhaltsstoffen auch bei der neuen und dritten Geschmacksrichtung - zu Preiselbeere und Quitte kommt nun Stachelbeere - fortzusetzen. Zudem habe es bei den PET-Flaschen einen Relaunch in Richtung "leichter, frischer, jugendlicher" gegeben. Wegen der großen Nachfrage werden die "Elements"-Produkte seit März auch in der Gastronomie angeboten, hieß es. Ziel sei es, 2005 den Absatz in diesem Segment auf 2,5 Mio. Liter zu verdoppeln.

Mit Investitionen in Höhe von 2 Mio. Euro am Standort Gastein wolle der Mineralwasserabfüller künftig noch wettbewerbsfähiger werden. Die Mittel werden in moderne Technologien wie etwa eine neue Blasanlage für PET-Flaschen, mehr Produktivität und Flexibilität und in energiesparende Maßnahmen fließen. (APA)

  • Artikelbild
    foto: www.gasteiner.at
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