Es antworten: Uwe Scheuch, designierter BZÖ-Bundessprecher und Heinz-Christian Strache, designierter FPÖ-Bundesobmann
derStandard.at: Warum sollten die Wähler die FPÖ und nicht die BZÖ bzw. umgekehrt wählen?
Strache: Ehrlich währt am längsten! Jene alte FPÖ-Regierungspolitik der letzten Jahre ist für die jetzige Situation verantwortlich. Durch die Abspaltung gibt es jetzt endlich wieder eine echte FPÖ. Wir stehen für Linie, Verlässlichkeit und Bürgernähe.
Scheuch: Das Bündnis Zukunft Österreich ist eine offene Bewegung, die alle konstruktiven, zukunftsorientierten Menschen Österreichs ansprechen möchte. Die FPÖ ist für uns ein politischer Mitbewerber wie jede andere Partei auch, weshalb wir uns in unserer Ausrichtung auch nicht allein auf die Wähler dieser Gruppe konzentrieren. Ich bin mir aber sicher, dass wir schon durch das Vorhaben, positiv und ohne öffentliche Diskussionen an einer erfolgreichen Zukunft Österreichs zu arbeiten, schon vielen Österreicher und Österreicherinnen aus dem Herzen sprechen.
derStandard.at: Mit welchen Sachthemen wollen Sie die Wähler ansprechen?
Strache: Familien weiter stärken (Familiensteuersplitting einführen), Arbeitsplatzinitiativen setzen, Sicherheit garantieren, Asylmissbrauch und Sozialmissbrauch verhindern und unsere Heimat, Kultur und Identität sichern und bewahren, die immerwährende Neutralität garantieren, Globalisierung und Türkei-Beitritt zur EU verhindern.
Scheuch: Wir machen Politik für den bürgerlichen Mittelstand und greifen die brennenden Fragen rund um die Themen Beschäftigung, Arbeit und Chancen für die Jugend an, um den Menschen in dieser Zeit des Umbruchs und des globalen wirtschaftlichen Konkurrenzkampfes Unterstützung zu bieten.
derStandard.at: Welche Botschaft haben Sie für Symphatisanten des dritten Lagers?
Strache: Während andere – ehemalige Freiheitliche – sich mit dem System arrangiert haben, bin ich – HC Strache – heute offensichtlich den Mächtigen im Weg. Ich mache keine Politik für Wirtschaftslobbies sondern will die FPÖ als neue Österreich-Partei repräsentieren.
Scheuch: Ich bin der Meinung, dass es das so genannte Lagerdenken in der politischen Landschaft Österreichs nicht mehr gibt. Die Menschen wollen Lösungen für ihre Probleme, keine ideologischen Haarspaltereien.
Daher haben wir eine Botschaft für alle Bürger, nicht nur für ein Lager. Wir forcieren persönliches Engagement und Ideen statt beleidigt öffentlich Schmutzwäsche zu waschen. Wer vorurteilsfrei und visionär mit starkem Blick in die Zukunft gehen möchte, wird sich bei uns zuhause fühlen. (rasch/bed)