Reiseversicherung - Nicht immer ist auch tatsächlich alles versichert

2. Mai 2005, 11:26
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AK rät zu ausreichendem Versicherungsschutz im Urlaub - Achtung auf unterschiedliche Leistungen bei Angeboten

Wien - Die Sommerurlaubszeit naht - wer jetzt seinen Urlaub plant, sollte auch gleich für einen ausreichenden Versicherungsschutz vorsorgen. "Konsumenten sollen auf Nummer sicher gehen", so die AK Konsumentenschützer, "ratsam wären eine Unfall-, Krankenversicherung und Reisehaftpflicht, überlegenswert eine Stornoversicherung." Zuerst solle aber geprüft werden, ob nicht eine Reiseversicherung durch bestehende Versicherungen oder Kreditkarten abgedeckt sei, so die AK Experten.

Ein Vergleich lohnt sich

Klassische Reiseversicherungen wie von der Europäischen Reiseversicherung oder Elvia bieten gründlichen Schutz für alle Familienmitglieder. Storno- und Gepäckversicherungen sind auch oft im Paket enthalten. "Ebenso sind medizinische Leistungen sehr umfangreich", sagen die AK Konsumentenschützer. Bei Kreditkarten gibt es oft nur einen Versicherungsschutz, wenn beispielsweise die Karte in den letzten Monaten vor Reiseantritt benutzt oder die ganze Reise damit bezahlt wurde. Einzelne Leistungen gelten auch nur für den Karteninhaber und nicht für die mitreisenden Familienangehörigen.

Achtung: Haftungs-Lücken

Delapina warnt auch vor anderen Einschränkungen, z.B. in der Unfallversicherung, die teilweise nur während der Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels zur Hin- und Rückreise und nicht während des Aufenthalts gilt. "Lücken müssen hier mit Zusatzversicherungen abgedeckt werden, was kostspielig sein kann", so die AK Experten.

Der Schutzbrief des ÖAMTC und der ARBÖ-Sicherheitspass bieten begrenzten Schutz. Die angebotenen Versicherungssummen sollten für den Fall ambulanter oder stationärer Behandlungen vor einer längeren Urlaubsreise geprüft werden. Doch haben die Autofahrerclubs viele wichtige Zusatzleistungen, z.B. Fahrzeugrückholdienst, Wildschadenhilfe oder Abschleppdienst in Österreich und im Ausland, Ersatzteilnachsendung ins Ausland oder Pannenhilfe im Ausland.

Tipps der AK Konsumentenschützer

+ Überprüfen Sie, ob nicht bereits eine Reiseversicherung über Kreditkarten, Autofahrerclubs oder eine vorhandene Versicherung besteht und für Ihre Reise ausreichenden Schutz bietet.
+ Vergleichen Sie die Reiseversicherungsangebote und wählen Sie das für Sie geeignete Paket.
+ Achten Sie auf die Höhe der Versicherungssumme.
+ Verlangen Sie vor Abschluss einer Reiseversicherung die Allgemeinen Versicherungsbedingungen und achten Sie auf Ausnahmefälle.
+ Beachten Sie, ab wann der Versicherungsschutz besteht.
+ Ratsam ist eine Reiseunfallversicherung, da bei plötzlicher Arbeitsunfähigkeit auf Grund eine Urlaubsunfalles die Sozialversicherung keine oder nur eine geringe Rente zahlt.
+ Durch eine Haushaltsversicherung, die auch im Ausland gilt (Geltungsbereich kontrollieren), sind Raub und Einbruchdiebstahl der Koffer gedeckt. Allerdings sind z.B. Geld, Wertpapiere, Fahrkarten, Urkunden und Dokumente, Pelze, Uhren oder Schmuck in der Regel nicht mitversichert oder nur begrenzt versichert.
+ Eine Stornoversicherung ist überlegenswert: Können Sie aus wichtigen Gründen z.B. Krankheit eine gebuchte Reise nicht antreten, werden die Rücktrittskosten meistens jedoch mit einer Obergrenze von der Versicherung bezahlt. Brauchen Sie nur eine Storno-Versicherung, fragen Sie in Ihrem Reisebüro gezielt nach einem reinen Stornoschutz.
+ Heben Sie von wertvollen Stücken, die Sie auf Reisen mitnehmen wollen, unbedingt die Rechnung auf. Originalrechnungen erleichtern im Schadensfall den Nachweis des Zeitwertes.
+ Vergessen Sie nie, die Notrufnummer in den Urlaub mitzunehmen.

Im Notfall rät die AK, sofort bei der Versicherung anzurufen. Ratsam ist, sämtliche Beweise - Anzeigebestätigung, Belege, Arztrechnungen, schriftliche Zeugenaussagen - aufzuheben. (red)

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    Damit die schönste Zeit im Jahr nicht zum Alptraum wird, rät die AK zu einer umfassenden Reiseversicherung

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