Gattin von Ex-Minister Krüger bewirbt sich um Immo-Chefposten

2. Mai 2005, 11:47
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Studierte Betriebswirtin Monika Krüger ist prominenteste Bewerberin - Frist läuft Dienstag Abend aus

Wien - Heute endet die Bewerbungsfrist für den zweiten Geschäftsführer der ÖBB Immobilien GmbH. Prominenteste Bewerberin dürfte die Gattin des einstigen FPÖ-Kurzzeitministers Michael Krüger, Monika Krüger (42), erfuhr die APA aus mehreren ÖBB-Kreisen.

Die studierte Betriebswirtin war zunächst Immobilien-Managerin bei der UNIQA und ist derzeit geschäftsführende Gesellschafterin der Wiener Immobilienfirma R. Haiduk GmbH sowie gleichzeitig Prokuristin der Immobilienmanagementgesellschaft des Bundes, einer Tochter der BIG. Schon die erste Geschäftsführerin der ÖBB-Immo-Tochter, Michaela Steinacker (42) war aus der Führung der Bundes-Immobilienmanagementgesellschaft zu den Bundesbahnen gewechselt. Krügers Mann, Michael Krüger, war im Jahr 2000 wegen Überlastung nach nur 25 Tagen Amtszeit als Justizminister zurückgetreten.

Steinacker gilt als ÖVP-nahe. Die zweite Geschäftsführung in der ÖBB Immobilien GmbH war ausgeschrieben worden, nachdem der frühere FPÖ-Nationalratspräsident Siegfried Dillersberger das Amt des Aufsichtsratspräsidenten an ÖBB Holding-Präsident Wolfgang Reithofer abgegeben hatte.

ÖBB-Führung verteidigt Ausschreibung

Kritiker im Unternehmen behaupten nun, dass ein Geschäftsführungsposten für einen freiheitlichen Funktionär geschaffen werde, der an sich unnötig sei, nachdem Steinacker ohnehin bereits zwei Prokuristen zur Seite stünden. In der ÖBB-Führung wird die Ausschreibung dagegen verteidigt.

Die ÖBB-Immobilienmanagementgesellschaft verwaltet über 26.000 ÖBB-Liegenschaften - davon 9.700 Gebäude - mit einer Gesamtgrundfläche von rund 200 Mio. Quadratmetern. Die ÖBB zählen damit zu den größten Grundbesitzern Österreichs. Nicht betriebsnotwendige Immobilien, darunter etwa die bisherige Zentrale im ersten Wiener Gemeindebezirk, sollen in den kommenden Jahren nach und nach veräußert werden. Die Bestellung eines zweiten Geschäftsführers sei daher angesichts des bevorstehenden Arbeitsvolumens durchwegs gerechtfertigt, heißt es aus dem ÖBB-Management. (APA)

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