Pago soll zur globalen Marke werden

9. Mai 2005, 14:10
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Verkauf des Kärntner Fruchtsaftherstellers wird definitiv ausgeschlossen - Wechsel an der Vorstandsspitze

Wien - Weichenstellungen gibt es im Heineken/Brau-Union-Konzern auch für die Kärntner Fruchtsaftfirma Pago. Sie wird dezidiert nicht verkauft, auch jüngste Gerüchte um Agrana sind damit endgültig vom Tisch. Pago sei Teil der Heineken-Welt, wird betont.

Einen Wechsel gibt es jedoch an der Vorstandsspitze von Pago: Der langjährige Chef Hubert Tretter wechselt in die Brau Union Österreich nach Linz, das ist die Österreich-Gesellschaft der Brau Union AG. Dort folgt er im Vorstand dem nach Polen gewechselten Viktor Mautner Markhof. Die Pago-Geschäftsführung übernimmt nun Frederik Willem Hertzberger, zuletzt Manager bei Campina, Polen.

"Strategische Marke bei Heineken"

"Innerhalb von zwei Wochen haben wir in den Heineken-Gremien jetzt die Pago-Strategie der Marktführerschaft im europäischen Fruchtsaftsektor mehrfach bestätigt, und zwar einstimmig", sagte Brau-Union-Chef Karl Büche. Pago sei eine "strategische Marke bei Heineken". Die Marke werde weiter entwickelt, sie habe ein "irrsinniges Wertsteigerungspotenzial". Langfristig soll sie zu einer globalen Marke werden.

Pago (Umsatz: 115 Mio. Euro) ist die Premium-Fruchtsaftmarke der Brau Union und Marktführer in der Gastronomie in Österreich, Italien, Kroatien, Frankreich und in Schweden. In Spanien und Slowenien ist Pago Nummer zwei am Markt. Pro Jahr werden in Europa 84 Mio. Liter Fruchtsäfte verkauft. Das Unternehmen beschäftigt rund 360 Mitarbeiter. (szem, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.4.2005)

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