Deutsche Börse will sich Aktienrückkauf genehmigen lassen

2. Mai 2005, 11:23
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Aktien im Wert bis zu zehn Prozent des Grundkapitals soll das Unternehmen zurückkaufen können

Frankfurt- Die wegen der letztlich gescheiterten Übernahme der Londoner Börse (LSE) unter Druck geratene Deutsche Börse will sich erwartungsgemäß auf der Hauptversammlung (HV) am 25. Mai 2005 ein neues Aktienrückkaufprogramm genehmigen lassen.

Wie aus der am Dienstag auf der Internetseite des Konzerns veröffentlichten Einladung zur HV hervorgeht, soll der Konzern damit bis zum 31. Oktober 2006 bis zu zehn Prozent des Grundkapitals zurückkaufen können. Vorschläge über Personalveränderungen im Management enthält die Tagesordnung nicht. Allerdings soll die Amtszeit von einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates und des Vorstandes zukünftig bei der Wahl "flexibilisiert" werden können. Der Aufsichtsrat steht turnusgemäß 2006 zur Erneuerung an.

Deutsche Börse beugt sich dem Wunsch der Aktionäre

Eine auslaufende frühere Ermächtigung zum Aktienrückkauf wird die Deutsche Börse bereits ab Mittwoch dieser Woche ausnutzen und die dabei gekauften Anteilsscheine einziehen. Sie beugt sich damit den Aktionären, die die geplante Übernahme der LSE zum Scheitern gebracht hatten. Diese hatten die Akquisition als zu teuer bezeichnet und die Ausschüttung des angepeilten Kaufpreises von knapp zwei Mrd. Euro an die Anteilseigner gefordert. Außerdem verlangte der Hedge Fonds TCI, der sich zum Sprecher der Opposition gegen das Management gemacht hatte, die Ablösung eines Großteils der Aufsichtsratsmitglieder und des Vorstands. (APA/Reuters)

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