Berta Rudofsky: "Mein bester Beruf war es, Bernards Frau zu sein"

12. April 2005, 14:26
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Ein Filmporträt von Margot Fürtsch und Monika Platzer im Rahmen des Symposiums "Bernard Rudofsky"

Der Film basiert auf Interviews mit Berta Rudofsky und begleitenden Filmaufnahmen in New York, Neapel und Frigiliana/Spanien im Zeitraum 2002 bis 2004. In den persönlichen Erinnerungen von Berta Rudofsky spiegeln sich Architektur- und Lebenskonzepte des Weltbürgers Bernard Rudofsky. Berta Rudofsky war nicht nur Ehefrau und Zeitzeugin, sondern auch Mitarbeiterin, Mitreisende, Managerin, Autofahrerin, Übersetzerin, Sandalenproduzentin, Lehrende, Lektorin, Modell und Muse. Bis heute ist sie Nachlassverwalterin und somit als "anonyme" Akteurin in vielfältiger Weise am Oeuvre ihres Mannes beteiligt.

Dem Publikum wird es ermöglicht, Tatsachen und Motive, die sich hinter den Kulissen der "offiziellen Geschichte" abspielten, nachzuvollziehen. Wie und unter welchen Umständen passiert Architektur? Somit ist die Lebensweise, das "private life" des Produzenten von Interesse, nach Beatriz Colomina ist das "secret life of architects ... the domestic life of architecture".

Biografisches zu Berta Rudofsky

Berta Rudofsky [geb. Doktor] wurde 1910 in Wien geboren und wuchs im 13. Bezirk auf. Geprägt durch ihre Eltern - ihr Vater ein Elektroingenieur und ausgezeichneter Klavierspieler, die Mutter eine Sopranistin - studierte Berta Rudofsky in Wien Musikwissenschaft. Durch den frühen Tod ihres Vater und der angeschlagenen Gesundheit der Mutter war sie früh zur Selbständigkeit gezwungen. 1934 lernte Berta Rudofsky während einer Italienreise Bernard Rudofsky kennen. Im November 1936 heirateten sie in der New York, City Hall. Heute lebt Berta Rudofsky, abwechselnd in Wien, New York und Frigiliana. (red)

Schnitt: Kurt Van der Vloedt
Ca. 50 min
15.04.2005
20:00
AZW, MQ
1070 Wien
Weitere Infos
  • Berta Rudofsky
    foto: fürtsch
    Berta Rudofsky
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