Bald wieder freie Fahrt für Radler am Giselakai

17. April 2005, 09:59
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Ende April ist der Radwegbau beim Bazillus abgeschlossen. Das neue Konzept soll die Gefahrenstelle entschärfen.

In wenigen Tagen soll es endlich soweit sein, der seit Februar wegen Verbreiterungsarbeiten gesperrte Radweg am Giselakai wird fertig gestellt. Schon in den 90er Jahren hat eine städtische Unfallanalyse den Radweg-Engpass als Unfallgefahrenstelle ausgewiesen. Um die Lage zu entschärfen wurden erst behelfsmäßig der Gehweg und der Radfahrstreifen beim großen Alleebaum geteilt. Trotz dieser gut gemeinten baulichen Maßnahme war das Fußgänger-, Radfahrerchaos an der Tagesordnung. Radfahrer klingelten und überholten oft riskant im Bewusstsein, dass die Fußgänger sich am Radweg auf illegalem Terrain bewegten. Die Fußgängerfraktion hingegen konnte zwischen Bazillus und der steil abfallenden Salzachböschung nur schwer ausweichen.

Eine Verbreiterung wurde aber lange aus Altstadtschutzgründen abgelehnt und nach dem Hochwasser im Sommer 2002 war klar, dass die Lösung der Radwegproblematik auch dieser Anforderung gerecht werden musste. Ende April wir sich der neue Radweg in 3 Metern Breite vom Bazillus bis zur Unterführung der Staatsbrücke präsentieren. Dieser Teilabschnitt wird weiter als Geh- und Radweg genutzt werden, doch eine klarere Strukturierung mittels Bodenmarkierungen bieten.

Weitere Bauprojekte sind für Salzburger- Biker geplant

Die Verbreiterung am Giselakai ist aber nur einer von insgesamt 37 Vorhaben aus dem aktuellen Radwegeprogramm des Verkehrslandesrats Blachfellner. Bis 2010 soll das Radwegnetz von den aktuellen etwa 600 Kilometern auf 800 ausgeweitet werden. 1 Million Euro hat das Land Salzburg im heurigen Jahr für die Salzburger Radfahrer verplant. Höchste Priorität haben die Projekte betreffend den Radwegneubau in der Bürgleinstraße, von der Einfahrt der Eishalle bis zur Aignerstraße, und die Schaffung eines Radfahrstreifens in der Gaisbergstraße. Schwierige Verhandlungen mit Grundeigentümern und Behörden machen einen Baubeginn aber frühestens im Herbst 2005 möglich.

Ebenfalls in der Planungsphase befindet sich der Radweg in der Lindhofstraße auf der Strecke zur LKH- Einfahrt und die von Salzburger Bikern lang erhoffte Verbindung vom Platzl über die Staatsbrücke hin zur Altstadt. Mit dem bis 2010 angestrebten flächendeckenden und vor allem verkehrssicheren Radwegnetz sollen nicht nur Radlertouristen angelockt werden, sondern auch eine Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Auto für Salzburger gestaltet werden.

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Dieser Beitrag wurde von Studierenden der Universität Salzburg in der Lehrredaktion Online Journalismus erstellt.

Weitere Informationen zum Radwegbau finden Sie unter stadtsalzburg
  • Noch müssen die Radfahrer vorm Bazillus absteigen.
    awi

    Noch müssen die Radfahrer vorm Bazillus absteigen.

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