E.ON treibt IPO der Immo-Tochter voran

2. Mai 2005, 12:24
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Handelsblatt: Verkauf an einen Finanzinvestor noch keine ausgemachte Sache - 151.000 Wohnungen mit Verkehrswert von 6 Milliarden Euro

Frankfurt - Der deutsche Energiekonzern E.ON treibt einem Bericht der Zeitung "Handelsblatt" zufolge die Pläne für einen Börsegang seiner Immobilientochter Viterra voran. Viterra ist mit 151.000 Wohnungen im Verkehrswert von gut 6 Mrd. Euro der größte private Wohnungsbesitzer Deutschlands.

Der Verkauf von Viterra an einen Finanzinvestor sei noch keine ausgemachte Sache, berichtete das "Handelsblatt" am Montag unter Berufung auf Frankfurter Finanzkreise. Die Chancen für einen Börsegang hingen vom Börseumfeld und der Zinsentwicklung ab. Mit der Vorbereitung eines Gangs an den Aktienmarkt sei die Deutsche Bank beauftragt.

Verkauf oder IPO

E.ON hatte angekündigt, Viterra bis Mitte des Jahres zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Das Rennen zwischen diesen beiden Optionen sei weiter offen, zitierte das Blatt einen Unternehmenssprecher. Konzernchef Wulf Bernotat hatte Anfang März gesagt, der Verkaufsprozess für Viterra sei weit fortgeschritten.

Zuletzt hatte es in Medienberichten geheißen, das Konsortium um die Düsseldorfer Immobiliengruppe Corpus und Citigroup habe sich aufgelöst. Der US-Finanzkonzern habe sich daraufhin der britischen Beteiligungsgesellschaft Terra Firma angeschlossen, die bisher allein geboten habe. Daneben seien weiterhin die US-Finanzinvestoren Fortress und Cerberus in der engeren Wahl für eine Übernahme des Immobilienkonzerns. (APA/Reuters)

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