Verizon kauft MCI-Aktienpaket für 1,1 Milliarden Dollar

2. Mai 2005, 11:37
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Übernahmepoker um US-Telefongesellschaft MCI spitzt sich mit Übernahme des 13,7-Prozent-Anteils weiter zu

New York - Der Übernahmepoker um die US-Telefongesellschaft MCI zwischen dem Telekom-Riesen Verizon Communications und der Telefongesellschaft Qwest Communications International hat sich am Wochenende weiter zugespitzt. Verizon kauft eine 13,7-prozentige MCI-Beteiligung für rund 1,1 Mrd. Dollar (860 Mio. Euro) in bar. Verkäufer sind acht von dem mexikanischen Milliardär Carlos Slim kontrollierte Gruppen, teilte Verizon am Samstag mit.

"Wichtiger Schritt nach vorne"

Verizon wird 25,72 Dollar für jede der 43,4 Mio. MCI-Aktien im Slim-Besitz zahlen. Die Transaktion soll in einigen Wochen über die Bühne gehen. Sollte der Verizon-Kurs in einem Jahr über 35,52 Dollar liegen, will Verizon noch eine Zusatzzahlung leisten. Verizon-Chef Ivan Seidenberg sprach von einem wichtigen Schritt nach vorn beim MCI-Kauf.

Verizon hatte den übrigen MCI-Aktionären dagegen nur 23,50 Dollar je Aktie geboten, davon 8,75 Dollar in bar. Der höhere Preis für das Slim-Aktienpaket könnte nach Ansicht von Marktbeobachtern bedeuten, dass Verizon sein MCI-Kaufangebot doch noch weiter erhöhen könnte. Verizon hatte insgesamt 7,6 Mrd. für MCI geboten.

Das Qwest-Gebot ist insgesamt 8,9 Mrd. Dollar oder 27,50 Dollar je MCI-Aktie wert. Der MCI-Verwaltungsrat hatte trotzdem kürzlich das aufgestockte Qwest-Angebot abgelehnt und zog das Verizon-Angebot vor. Qwest warf MCI am Samstag vor, die Transaktion mit Slim schaffe zwei Aktionärsklassen. Das Qwest-Kaufangebot sei für alle MCI-Aktionäre besser. (APA/dpa)

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