Großstudie bestätigt: "Mittelmeer-Diät" verlängert das Leben

18. April 2005, 17:56
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Über 70.000 Menschen beteiligt - Eckpunkte: Ungesättigte Fettsäuren, viel frisches Obst und Gemüse, wenig Fleisch und Milchprodukte

Athen - Die mediterrane Ernährungsweise kann die Lebensdauer um bis zu ein Jahr verlängern. Denn durch diese Ernährungsweise, die reich an frischem Gemüse und Obst ist und nur wenig gesättigte Fettsäuren enthält, verbessert sich nicht nur der allgemeine Gesundheitszustand, sondern auch die Sterblichkeitsrate wird signifikant gesenkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine pan-europäische Studie der Universität Athen, deren Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des "British Medical Journal" veröffentlicht wurden.

An der Studie nahmen 74.607 Frauen und Männer über 60 Jahren teil. Die Forscher erfassten Informationen über ihren Gesundheitszustand, die bisherige Ernährungsweise, den Lifestyle, die medizinische Vorgeschichte, Rauch- und Trinkgewohnheiten und die physischen Aktivitäten der Probanden. Danach gaben sie den Teilnehmern einen Punkteplan, der auf der Einhaltung einer mediterranen Diät beruhte. Je mehr sich die Probanden an den Ernährungsplan hielten, desto mehr Punkte bekamen sie. Die mediterrane Ernährung basiert vor allem auf dem Verzehr von viel frischem Obst und Gemüse, Fisch, Getreide, ungesättigten Fetten - wie beispielsweise Olivenöl-, wenig Alkohol - meist Wein - und nur geringen Mengen von Milch- und Fleischprodukten.

In weiter Folge konnten die Forscher ermitteln, dass jene Probanden mit der höchsten Punktezahl auch die niedrigsten Sterberaten aufwiesen. Bereits ein Unterschied von zwei Punkten bewirkte eine achtprozentige Reduktion der Mortalität. Je drei Punkte mehr steigerten die Lebenserwartung um elf Prozent und eine Steigerung um vier Punkte zog eine Senkung der Sterblichkeitsrate um 14 Prozent nach sich. Das bedeutet, dass 60-jährige Männer, die sich eng an einer mediterranen Ernährungsweise orientieren, eine um ein Jahr gesteigerte Lebenserwartung haben als gleichaltrige Männer, die dies nicht tun. Die Forscher stellten weiters fest, dass die Ergebnisse vor allem in den mediterranen Ländern am signifikantesten waren. (pte)

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