Microsoft will von Wikipedia lernen

3. Mai 2005, 10:23
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UserInnen sollen Inhalt beisteuern können - Rechtefrage momentan noch unklar

Der Erfolg der freien Wissensenzyklopädie Wikipedia scheint nun auch bei Microsoft seine Spuren hinterlassen zu haben: Zukünftig soll es auch bei Encarta, dem Lexikon des Softwareriesen, möglich sein, das eigene Wissen beizusteuern.

Feedback

Laut Aaron Patterson, Program-Manager im MSN-Encarta-Team, will man künftig verstärkt auf das Feedback der UserInnen setzen, um dies zu ermöglichen können Artikel künftig erweitert und kommentiert werden, wie auch bereits an einer neuen Beta-Version der Enzyklopädie ersichtlich ist. Im Gegensatz zu Wikipedia werden diese Änderungen allerdings vor der Freigabe noch von einem Redaktionsteam geprüft.

Probleme

Ob sich auf diese Weise die erhoffte Community versammeln lässt ist allerdings fraglich, im Gegensatz zu Wikipedia kann es laut Angaben des Softwarekonzerns auch ein paar Wochen dauern, bis die eigenen Ergänzungen freigegeben werden, so sie dies denn überhaupt werden. Unklarheiten gibt es auch noch bei rechtlichen Fragen, da ja Encarta nicht unter einer freien Lizenz vertrieben wird. So prangt unter jedem Artikel derzeit noch der Hinweis des Microsoft-Copyrights, bleibt abzuwarten, ob für beigetragene Artikel eine andere Lösung als die Rechteabgabe an den Softwareriesen gefunden wird.(red)

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