Abgespecktes Windows soll Linux in Brasilien in die Schranken weisen

27. April 2005, 12:23
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Microsoft will seine Starter Edition nun auch in dem lateinamerikanischen Land anbieten - Kampf um "PC Conectado"-Initiative der Regierung

Der Softwarekonzern Microsoft hat angekündigt seine Windows XP Starter Edition künftig auch in Brasilien anbieten zu wollen, das lateinamerikanische Land reiht sich damit als sechstes nach Thailand, Indonesien, Malaysien, Indien und Russland in die Schar der Länder ein, die der Softwarekonzern mit einer Billig-Version seines Betriebssystems bedenkt.

Konkurrenz

Hintergrund der Aktion dürfte vor allem der Erfolg von Open Source Software - und Linux im Speziellen - in Brasilien sein, von der Regierung unterstützt dringt das freie Betriebssystem zunehmend auch in nicht-staatliche Bereiche vor. Den aktuellen Anlass bietet aber wohl die "PC Conectado"-Initiative der Regierung: Staatlich subventioniert sollen Computer vor allem für die ärmeren Bevölkerungsschichten angeboten werden, dabei ist die Wahl der OS-Ausstattung noch nicht endgültig entschieden.

Empfehlung

Eine Studie des Media Labs des angesehenen Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat den Verantwortlichen unlängst empfohlen, beim "Volkscomputer" auf Open Source Software zu setzen, unter anderem auch um die hohen Lizenzkosten für Windows zu sparen. Dieses Argument will Microsoft nun offenbar mit der Billig-Version entkräften.

Sparsam

Bei der Windows XP Starter Edition handelt es sich um eine in mehreren Bereichen deutlich eingeschränkte Version von Windows XP, so lassen sich unter anderem nur eine begrenzte Anzahl von Programmen gleichzeitig starten. Konkrete Angaben zum Preis der Starter Edition in Brasilien gibt es noch nicht, er soll aber deutlich unter den "normalen" Versionen des Microsoft-OS liegen. (red)

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