IT-Slang verwirrt die Konsumenten

21. April 2005, 10:08
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16 Prozent wissen nichts über "Spam" - 84 Prozent ist Phishing unbekannt

Die Warnungen von Sicherheitsfirmen vor neuen Bedrohungen aus dem Netz gehen bei den Konsumenten noch immer häufig ins Leere - vor allem deshalb, weil die User mit den Begriffen nichts anzufangen wissen. Dies geht aus einer von AOL Großbritannien durchgeführten Studie hervor. Demnach ist 16 Prozent der User der Begriff Spam völlig unbekannt, obwohl die Mehrzahl von ihnen unerwünschte Massenmails als Plage empfindet. Satten 84 Prozent ist der Ausdruck "Phishing" ein Fremdwort, womit die Online-Betrügereien via E-Mail gemeint sind.

Unzureichend

Wegen der Begriffsverwirrung bleiben viele Konsumenten ohne ausreichenden Schutz, weil sie gar nicht wissen, was das ist, wovor sie sich schützen sollen, heißt es in der Studie. "Geek", der Insiderjargon der Computerfreaks, wird von der Masse der einfachen User schlicht und einfach nicht verstanden. "Phishing", "Trojaner", "Spyware", "Dialer" und ähnliche Begriffe bleiben für die meisten Konsumenten ein Buch mit sieben Siegeln. Mit dem Begriff "Trojaner" wissen etwa nur 39 Prozent der Befragten etwas anzufangen.

Ubekannt

Lediglich ein Viertel der User gab an zu wissen, was Spyware ist. "Einige der Begriffe, die gebraucht werden, sind eher für Programmierer geeignet als für Leute, die einfach zu Hause online gehen wollen", sagte Will Smith, Sicherheits-Experte bei AOL. "Wenn die Leute die Sprache nicht verstehen, mit der die Risiken beschrieben werden, so können sie sich auch schwer gegen diese Gefahren schützen", betonte Smith. So hat etwa ein glattes Fünftel der Befragten zugegeben, nicht zu wissen, wie man sich vor Online-Bedrohungen schützt. (pte)

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