Europas Bevölkerung überdurchschnittlich alt und stabil

9. April 2005, 12:00
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Bevölkerungswachstum praktisch zum Stillstand gekommen - keine Hinweise auf Veränderungen in der Zukunft

Straßburg - In Europa ist das Bevölkerungswachstum praktisch zum Stillstand gekommen. Nach einer in abgelaufenen Woche veröffentlichten Studie des Europarats stieg die Bevölkerungszahl 2003 um lediglich 0,23 Prozent. Dabei glichen zwei Millionen Einwanderer einen natürlichen Rückgang aus. Das größte Wachstum verzeichnete die Türkei vor Albanien, Irland und Aserbaidschan, die geringsten Raten wiesen die Ukraine, Georgien und Bulgarien auf.

Verglichen mit anderen Regionen der Erde ist die Bevölkerung in Europa auch deutlich älter: Der Altersdurchschnitt betrug 2003 der Studie zufolge 37,7 Jahre. In Nordamerika lag der Schnitt bei 35,4 Jahren, in Ozeanien bei 30,7, in Asien bei 26,1, in Lateinamerika bei 24,2 und in Afrika bei 18,3 Jahren. Für zu erwartende größere Veränderungen bei Geburten- oder Sterberate in Europa gebe es keine Hinweise.

Europäische Frauen hatten 2003 demnach durchschnittlich 1,5 Kinder gegenüber 1,8 im Jahr 1990. Die Lebenserwartung stieg in den vergangenen 15 Jahren leicht von 77 auf 78,8 Jahre für Frauen und von 70 auf 72,1 Jahre für Männer.(APA/AP)

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