"Monument für die Niederlage" thematisiert Entnazifizierung

6. April 2005, 13:44
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Das temporäres Objekt wird am 8. April im Ostarrichi-Park vor dem Straflandesgericht in der Alserstraße aufgestellt

Ein temporäres "Monument für die Niederlage" soll daran erinnern, dass das Jubiläumsjahr 2005 "mit der Rolle Österreichs als NS-Nachfolgestaat in Verbindung steht". Das am 8. April (ab 12 Uhr) für einen Tag im Ostarrichi-Park vor dem Straflandesgericht in der Alserstraße aufgestellte Monument soll die schnell beendete Entnazifizierung in Österreich nach Ende des Zweiten Weltkrieges, die "massenhaften Begnadigungen" und die Wiedereingliederung ehemaliger Nazis in den Folgejahren zum Thema machen, teilte das Projektteam - der Künstler Martin Krenn, Charlotte Martinz-Turek, Nora Sternfeld und Luisa Ziaja - in einer Aussendung mit.

Monumentaler Sockel

Das Projekt "feiert die Niederlage der deutsch-österreichischen Nationalsozialisten" und "stellt sich der grundlegenden Ausblendung der NS-Verbrechen, die von Österreichern verübt wurden, wie auch der Ausblendung ihrer justiziellen Ahndung aus dem öffentlichen Diskurs entgegen". Das achtseitige Objekt ist als monumentaler Sockel konzipiert, der rund zwei Meter hoch ist und einen Umfang von elf Metern aufweist. Das Projekt wird am 8. April (11 Uhr) bei einer Pressekonferenz im Hotel Rathauspark vorgestellt, an der u. a. der Autor Doron Rabinovici und der Historiker Winfried Garscha vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes teilnehmen. (APA)

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    foto: oesterreich-2005.at/monument
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