Karl Homole: "Einer der lebenswertesten Bezirke"

17. Mai 2005, 10:24
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Der Währinger Bezirksvorsteher im derStandard.at- Interview über Stärken und Probleme seines Bezirks.

derStandard.at hat vor kurzem seine Wien-Berichterstattung um Bezirksseiten erweitert. In einer E-Mail-Interviewserie stellen wir aus diesem Anlass die BezirksvorsteherInnen der einzelnen Bezirke vor. Karl Homole (ÖVP) steht seit 1990 an der Spitze des 18. Wiener Gemeindebezirks, Währing.

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derStandard.at: Was zeichnet Ihren Bezirk aus?

Homole: Währing ist einer der lebenswertesten Bezirke mit vielen Freizeiteinrichtungen, Grünanlagen einer engmaschigen medizinischen und sozialen Infrastruktur und einer funktionierenden Nahversorgung mit u.a. drei kleinen, aber feinen Märkten.

derStandard.at: Ihr Lieblingsplatz im Bezirk?

Homole: Verschiedene: Pötzleinsdorfer Schloßpark zum Spazieren, Währinger Straße zum Einkaufen, Schafbergbad im Sommer.

derStandard.at: Was sind die größten Probleme in Ihrem Bezirk?

Homole: Hundekot.

derStandard.at: Welche Faktoren sind für die wirtschaftliche Entwicklung im Bezirk entscheidend?

Homole: Enge Zusammenarbeit mit den drei großen Einkaufstraßenvereinen im Bezirk. In Währing sind die drei Vereine Partner, und nicht Konkurrenten. Dass alle drei gemeinsam mit dem Bezirk regelmäßig an einem Tisch sitzen, darauf sind wir stolz.

derStandard.at: Was sind die Schwerpunkte Ihrer bezirkspolitischen Tätigkeit?

Homole: Die verschiedensten Interessen der Bevölkerung so unter einen Hut zu bringen, dass mit den erzielten Kompromissen alle leben können.

derStandard.at: Laufen in Ihrem Bezirk BürgerInnenbeteiligungsverfahren?

Homole: Ja, aktuell zur Umgestaltung des Johann-Nepomuk-Vogl-Platzes.

derStandard.at: Ihre Strategie in Sachen Hundekotproblem?

Homole: Im Vorjahr die Kampagne "Weg mit dem Dreck". Ohne den Willen der Stadt, das Problem ernsthaft anzupacken, steht man als Bezirksvorsteher allerdings auf verlorenem Posten.

derStandard.at: Wie stehen Sie zur Einführung von "Schutzzonen" im Bereich von Schulen?

Homole: Die vorhandenen Schutzzonen sollten erst auf ihre Auswirkungen hin beobachtet werden, bevor weitere Maßnahmen gesetzt werden.

derStandard.at: Gibt es im Bezirk Maßnahmen für die Integration von Minderheiten?

Homole: Kontakte zur zur türkischen Zeitung Hürriyet, Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Behinderung, zuletzt Installation eines Taktilen und Akustischen Leitsystems zum Währinger Rathaus.

derStandard.at: Haben Sie ein politisches Vorbild?

Homole: Nein.

derStandard.at: Mit welchen Eigenschaften würde Sie ein Freund charakterisieren?

Homole: Ehrgeizig, ruhelos, konsequent, sozial engagiert.

derStandard.at: Ein persönlicher Tipp für Ihren Bezirk?

Homole: Bei 30 Grad im Schatten die Aussicht vom Schafbergbad aus über Wien genießen.

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    foto: bv 18
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