Pulitzerpreise für "Los Angeles Times" und "Wall Street Journal"

28. Dezember 2005, 15:23
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Associated Press für Nachrichtenfotografie ausgezeichnet - Die Gewinner als Ansichtssache

Mit zwei weiteren Pulitzerpreisen hat die "Los Angeles Times" ihren Ruf als eine der besten Zeitungen Amerikas gefestigt. Sie erhielt vom Preiskomitee der New Yorker Columbia-Universität die diesjährigen Pulitzer-Ehrungen für internationale Berichterstattung sowie für die Aufdeckung von Missständen in den USA. Im vergangenen Jahr hatte die kalifornische Tageszeitung sogar fünf der mit jeweils 10.000 Dollar (7.700 Euro) dotierten Pulitzerpreise gewonnen.

Zwei der begehrten US-Medienauszeichnungen gewann diesmal auch das "Wall Street Journal". Die Wirtschaftszeitung wurde für eine bewegende Darstellung des Schicksals von Krebskranken sowie für Filmkritiken ausgezeichnet. Journalisten der "Los Angeles Times" erhielt die Preise für ihre Berichterstattung über tödliche Fahrlässigkeit und rassistische Diskriminierung in einem Krankenhaus sowie über den Kampf gegen den Terrorismus und für Demokratie in Russland.

"New York Times" mit nur einem Pulitzerpreis

Die einst mit Pulitzerpreisen überhäufte "New York Times" bekam, wie schon im Vorjahr, nur einen der hoch angesehenen Medienpreise ab. Das Flaggschiff des liberalen US-Ostküstenjournalismus wurde für Beiträge über Vertuschungsbemühungen im Zusammenhang mit tödlichen Unfällen an Bahnübergängen ausgezeichnet. Völlig leer ging die ansonsten ebenfalls häufig geehrte "Washington Post" aus.

Auch US-Zeitungen, die international so gut wie unbekannt sind, wurden wieder mit den nach ihrem Stifter, dem Journalisten und Verleger Joseph Pulitzer (1847-1911), benannten Auszeichnungen geehrt. So ging der Preis für Leitartikel an das kalifornische Blatt "The Sacramento Bee". Die vor allem auf Long Island bei New York verbreitete Tageszeitung "Newsday" wurde für Berichterstattung über das ostafrikanische Land Ruanda zehn Jahre nach dem dortigen Völkermord an den Tutsi ausgezeichnet.

"The Plain Dealer" für Kommentare ausgezeichnet

Für Kommentare wurde die in Cleveland (Ohio) erscheinende Regionalzeitung "The Plain Dealer" mit der Begründung ausgezeichnet, sie habe den Unterprivilegierten der US-Gesellschaft eine Stimme verliehen. Mit Artikeln über die Stammzellenforschung verdiente sich die Zeitung "The Boston Globe" den Pulitzerpreis für den besten erklärenden Journalismus. Die "Chicago Tribune" gewann die Ehrung im Genre Reportage für eine Story über den Tornado, der 2004 Teile des US-Bundesstaat Illinois verwüstete.

Associated Press für Nachrichtenfotografie ausgezeichnet

Die amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press erhielt für Bilder vom Irak-Krieg den Pulitzerpreis für Nachrichtenfotografie. Bildreporter der Agentur hätten "bewegende Serien von Fotos der blutigen Szenen der einjährigen Kämpfe in irakischen Städten" übermittelt, hieß es zur Begründung. (APA/dpa)

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