Gen verantwortlich für Komplikationen in der Schwangerschaft

11. April 2005, 12:24
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Erhöhtes Risiko auf Präeklampsie wird von der Mutter auf die Tochter vererbt

Amsterdam - Wissenschafter des VU medisch centrum haben nachgewiesen, warum potenziell lebensgefährliche Schwangerschaftskomplikationen in Familien vorkommen. Verantwortlich ist mit STOX1 ein Gen, das von der Mutter auf die Tochter vererbt wird. Frauen, die über dieses Gen verfügen und schwanger werden, riskieren eine Präeklampsie. Charakteristisch für diese Erkrankung sind Probleme mit dem Blutdruck und den Nieren, die tödlich sein können. Die Wissenschafter erklärten gegenüber BBC online, dass ein Test für dieses Gen möglich sein sollte. Die Ergebnisse der Studie wurden in "Nature Genetics" veröffentlicht. Bis zu eine von zehn Schwangeren kann an Präeklampsie erkranken. In einem von 50 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung.

Präeklampsie wird durch einen Defekt der Plazenta verursacht. Die genauen Ursachen sind derzeit noch nicht erforscht. Gemeinsam mit einem Team der Adelaide University untersuchten die Wissenschafter Familien mit zwei oder mehreren Schwestern, die während der Schwangerschaft an Präeklampsie erkrankten. Durch die Analyse der DNA der Familienmitglieder zeigte sich, dass eine Version des Gens, STOX1, allen 67 betroffenen Frauen gemeinsam war. Es ist bekannt, dass STOX1 in der Plazenta während eines entscheidenden Stadiums der frühen Schwangerschaft exprimiert wird. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass die Genversion der Betroffenen nicht so gut arbeiten wie die meisten anderen Formen dieses Gens.

Frauen mit einer fehlerhaften Kopie des Gens verfügen über eine 50:50 Chance, dass das Gen in der Plazenta exprimiert wird. Der leitende Wissenschafter erklärte, dass man Hoffnung in einen Text für dieses Gen setze. Es könne sich durchaus auch um einen einfachen Bluttest handeln. Betroffene Frauen könnten bei Eintreten einer Schwangerschaft wiederholt getestet werden. Komplikationen sollten durch eine entsprechende Behandlung in der Folge verhindert werden können. "Eine Frau, die theoretisch an Präeklampsie erkranken hätte müssen, erkrankte nicht. Sie erhielt am Anfang der Schwangerschaft Blut verdünnende Medikamente wie Heparin und Aspirin." Es sei zu untersuchen, ob die Behandlung mit derartigen Medikamenten eine positive Auswirkung habe.(pte)

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