Jetzt amtlich: Raiffeisen International-Aktien kommen zu 27 bis 33 Euro

4. April 2005, 09:18
1 Posting

Raiffeisen International bestätigte am Sonntag das Preisband - Morgen läuft Börsegang an: Zeichnungsfrist und Road-shows

Wien - Morgen, Montag, läuft der Börsegang des Jahres an: Ab morgen früh können Aktien der "Raiffeisen International", der Ostbankentochter der Raiffeisen Zentralbank (RZB) gekauft werden. Erstmals gehandelt werden die Aktien an der Wiener Börse in der letzten April-Woche. Raiffeisen International (RI) bestätigte am Sonntag Mittag offiziell das Preisband von 27 bis 33 Euro je Aktie.

Morgen startet die Zeichnungsfrist, am Abend gehen die Road shows - die Informationsveranstaltungen für Investoren und Kunden - los. Auch eine umfassende Werbekampagne läuft morgen an.

IPO-Erlös von 1,13 Milliarden Euro möglich

Werden die Aktien am oberen Ende des Preisbands - also entsprechend teuer - unters Börsevolk gebracht, so winkt für bis zu 34,27 Millionen angebotene Aktien wie berichtet ein maximaler Emissionserlös von 1,131 Mrd. Euro. Bei entspreched guter Marktnachfrage würde mit der Platzierung von knapp einem Viertel der Aktien - teils via Kapitalerhöhung, teils über Altaktien-Verkauf - das von Raiffeisen erhoffte Milliardengeschäft Wirklichkeit.

Die Road show startet am Montag Abend in der Wiener Hofburg und macht bis 14. April noch in sieben anderen Bundesländern Halt. Zeitgleich laufen auch Präsentationen an wichtigen internationalen Finanzplätzen. Morgen Vormittag werden die Ergebnisse der RI für das Geschäftsjahr 2004 sowie die Details zum Börsegang offiziell bekannt gegeben.

125 Millionen Aktien aus bisherigem Bestand und bis zu 17,77 Millionen junge Aktien aus einer Kapitalerhöhung bei der Raiffeisen International werden an der Wiener Börse notieren. Das macht zusammen 142,77 Millionen Aktien. Nach dem aktuellen Preisband würde die ganze Raiffeisen International AG an der Börse zwischen 3,9 Mrd. Euro und 4,7 Mrd. Euro bewertet.

Dritte Ost-Banken-Aktie

"Raiffeisen International" rangiert als Holding für die Ost-Bankentöchter der Raiffeisen Zentralbank unter den Top-5 Auslandsbanken in ganz Osteuropa. Es wird die dritte Ostbanken-Aktie von Wien - nach Bank Austria und Erste Bank - im Unterschied zu den anderen allerdings mit reiner Osteuropa-Ausrichtung, ohne Österreich-Business.

Mit dem Börseerlös will Raiffeisen weitere Bankenkäufe in Osteuropa und Südosteuropa finanzieren. Auch ins bestehende Netzwerk in bisher 15 Ländern soll investiert werden. Im RZB-Ostnetzwerk, also in der RI, sind heute mehr als 22.800 Leute tätig.

Die jetzigen Aktionäre sind: RZB (sie hält derzeit 86 Prozent), Raiffeisen-Landesbanken (sie besitzen seit vorigem Jahr 6 Prozent und sollen jetzt offenbar wieder ganz aussteigen) sowie die Weltbanktochter IFC und die EBRD (je 4 Prozent). Alle Alt-Aktionäre werden ihre Anteile zurück fahren. (APA)

  • Am Montag beginnt die Zeichnungsfrist für die dritte Ost-Banken-Aktie - Erstnotiz an der Wiener Börse erfolgt in der letzten April-Woche
    foto: raiffeisen / bereitgestellt

    Am Montag beginnt die Zeichnungsfrist für die dritte Ost-Banken-Aktie - Erstnotiz an der Wiener Börse erfolgt in der letzten April-Woche

Share if you care.