Welche Bankhäuser die globale Finanzstabilität gefährden können

21. November 2017, 16:52
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Neben JP Morgan Chase sind auch Deutsche Bank und Bank-Austria-Mutter Unicredit systemrelevant für die Weltwirtschaft

Basel – Die Deutsche Bank gehört nach Einschätzung des internationalen Finanzstabilitätsrats (Financial Stability Board, FSB) neben der Bank of America, der Citigroup und der britischen Großbank HSBC zu jenen Banken, die für die globale Stabilität der Finanzmärkte systemrelevant sind. Nur eine Bank ist noch bedeutender für die internationale Finanzstabilität: die US-Investmentbank JP Morgan Chase.

Der Zusammenbruch einer dieser global operierenden und stark mit anderen Instituten vernetzten Geschäftsbanken könnte nach Ansicht des internationalen Beobachtergremiums die Wirtschaft weltweit ins Wanken bringen. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten aktuellen Liste des FSB hervor. Banken in dieser Kategorie sind angehalten, einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffer von zwei Prozent auf die Risikopositionen zu halten. Für JP Morgan Chase empfehlen die Stabilitätswächter einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffer von 2,5 Prozent auf die Risikopositionen.

Bank of Canada neu auf der Liste

Insgesamt umfasst die jährlich aktualisierte Liste global systemrelevanter Banken 30 Institute. Die Royal Bank of Canada ist hinzugekommen, dafür ist die französische Groupe BPCE nicht mehr dabei. Die Bank-Austria-Mutter Unicredit Group ist in derselben Kategorie wie etwa Credit Suisse, Credit Agricole, ING, Morgan Stanley, Royal Bank of Scotland, Santander und Société Générale. Wichtiges Kriterium ist neben der Größe auch die Vernetzung in der Finanzwelt

Das FSB war 2009 als Reaktion auf die Finanzkrise von der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie-und Schwellenländern (G20) gegründet worden. Es soll Notenbanker, Aufseher und Regierungsvertreter der Länder zusammenzubringen und das Vorgehen koordinieren. Die Umsetzung in konkrete Regeln liegt bei den nationalen Gesetzgebern. (APA, dpa, 21.11.2017)

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