Fedora 27: Neue Version der Linux-Distribution veröffentlicht

    14. November 2017, 15:04
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    Topaktuelle Softwareausstattung mit GNOME 3.26 und Firefox 57 – Kernel 4.13 als Basis

    So schnell kann es gehen: Gerade einmal vier Monate nach der Veröffentlichung von Fedora 26 folgt nun bereits die nächste Generation der vor allem von Red Hat vorangetriebenen Distribution: Fedora 27 steht ab sofort zum Download.

    Workstation

    Für Desktop-User ist dabei die wichtigste Neuerung wieder einmal das Upgrade auf die aktuellste GNOME-Generation. GNOME 3.26 kann unter anderem mit neu gestalteten Systemeinstellungen, Unterstützung für Farb-Emojis und einer verbesserten Suchfunktion aufwarten. Zudem gab es einigen optischen Feinschliff an der GNOME Shell, die Unterstützung für den X11-Nachfolger Wayland wurde ebenfalls ausgebaut. Die Virtualisierungslösung GNOME Boxes kann wiederum jetzt Verzeichnisse zwischen Host und Guest teilen.

    screenshot: andreas proschofsky / standard
    Fedora 27 konzentriert sich vor allem auf Detailverbesserungen.

    Auch in Hinblick auf die restliche Softwareausstattung gibt sich Fedora gewohnt topaktuell. So wird hier etwa bereits der gerade erst veröffentlichte Firefox 57 als Browser mitgeliefert, LibreOffice 5.4 ist ebenfalls mit dabei.

    Softwarebasis

    Weitere Eckpunkte bilden der Linux Kernel 4.13, die 3D-Bibliothek Mesa 17.2 und die glibc 2.26, Java 9 ist in einer Preview-Version verfügbar. Noch als experimentell sieht man hingegen die Aufnahme des neuen Video-Frameworks Pipewire an, das künftig diese Agenden vereinheitlichen und durch Sandboxing auch besser absichern soll. Der TRIM-Support von SSDs funktioniert jetzt auch mit verschlüsselten Datenträgern, außerdem wird 32-Bit UEFI unterstützt.

    Die Suche der GNOME Shell wurde ebenfalls optisch überarbeitet.

    Download

    Fedora 27 kann in Form eines Systemabbilds von der Seite des Projekts heruntergeladen werden. Dabei steht neben der Desktop-Variante auch ein Image für den Cloud-Einsatz zum Download. Die Server-Version soll hingegen erst Anfang 2018 folgen. Grund dafür sind zentrale Umbauten, die dieses System modularer machen sollen, und die etwas länger benötigen als es der kurze Release-Zyklus sonst zugelassen hätte. In Hinblick auf den Desktop gibt neben der GNOME-Ausführung übrigens auch einige alternative Spins – etwa mit Xfce oder auch KDE Plasma.

    Upgrade

    Bestehende Fedora-Nutzer können über die Softwarezentrale auf die neue Version aktualisieren, das Upgrade sollte an dieser Stelle in Kürze angeboten werden. Wer nicht so lange warten will, findet im Fedora Magazine eine Anleitung, wie man jetzt schon auf die neueste Version aktualisieren kann. (Andreas Proschofsky, 14.11.2017)

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