HSBC-Deutschland-Chefin erwartet großes Fintech-Sterben

    13. November 2017, 14:52
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    Carola von Schmettow gibt vielen der neuen Player trotz des aktuellen Booms nur wenig Überlebenschance

    Berlin – Die Deutschland-Chefin der Großbank HSBC, Carola von Schmettow, traut vielen sogenannten Fintechs trotz des aktuellen Booms nur eine sehr begrenzte Lebensdauer zu. "Das große Fintech-Sterben wird noch kommen", sagte von Schmettow am Montag auf der "Euro Finance Week" in Frankfurt. Derzeit gibt es in Deutschland etwa 700 dieser innovativen Unternehmen an der Schnittstelle von IT und Banken.

    "Nur einige wenige Große werden überleben", prognostizierte die Bank-Managerin. Ähnlich wie beim Auftreten der Biotech-Firmen vor einigen Jahren, als viele von großen Pharmakonzernen aufgekauft wurden, werde es auch bei den Fintechs sein. So könne die Agilität der kleinen, innovativen Unternehmen mit der Stärke der großen Institute zusammengebracht werden.

    In den vergangenen Jahren sind rund um die Finanzbranche eine Vielzahl kleiner, sehr innovativer Firmen entstanden, die mit ihren IT-Lösungen etwa im Zahlungsverkehr oder bei der Bonitätsprüfung von Kunden die etablierten Spieler angreifen. Die meisten dieser Firmen sind bisher über das Stadium von Startups nicht hinausgekommen. Experten erwarten, dass bis zu 80 Prozent von ihnen die nächsten Jahre nicht überstehen werden.

    • Viele der neuen Firmen sind über das Stadium von Startups nicht hinausgekommen.
      foto: reuters/mark blinch

      Viele der neuen Firmen sind über das Stadium von Startups nicht hinausgekommen.

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