Neuer Ansatz zu Risikobewertung von Versicherern geplant

11. November 2017, 12:57
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Der Finanzstabilitätsrat soll den Fokus künftig auf Aktivitäten der Unternehmen legen

Washington – Die internationalen Finanzmarktaufseher peilen einem Insider zufolge einen neuen Ansatz bei der Bewertung des Risikos von Versicherern für das Finanzsystem an. Der Finanzstabilitätsrat (FSB) dürfte in den kommenden Wochen bekanntgeben, dass der Fokus künftig auf die Aktivitäten der Unternehmen gelegt werden solle, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Freitag.

Damit würde sich der Rat vom jetzigen Kriterium "systemrelevant" ("too big to fail") verabschieden. Dabei handelt es sich um Finanzfirmen, die wegen ihrer Verflechtungen bei einer Pleite die gesamte Branche in den Abgrund reißen könnten. Nach der Finanzkrise wurden hauptsächlich Banken als systemrelevant eingestuft.

Versicherungsbranche drängt auf neues Modell

Die Versicherungsbranche drängt seit geraumer Zeit auf ein neues Modell. Ein FSB-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern. Als systemrelevant eingestufte Versicherungskonzerne unterliegen einer besonderen Aufsicht. Sie müssen auch strengere Kapitalregeln befolgen. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die nach der Krise erlassenen Finanzmarktregeln aufzuweichen. (APA, Reuters, 11.11.2017)

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